Kategorie: Veranstaltungen

Umweltorganisation VIRUS präsentiert neues Rechtsgutachten!

S1 Lobauautobahn: Neben Lobautunnel auch Bau im Freiland rechtswidrig, Bescheide reichen nicht,…

„…Rechtsgutachter Univ. Prof. (SFU) Dr. Konrad Lachmayer hielt fest, dass seine Ausführungen zu den Rechtsfolgen einer verletzten Pflicht zur Durchführung einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) für die S1 vorbehaltlich der Entscheidung des EuGH erfolgen, aber davon ausgehen, dass dieser der ihm vorgelegten Stellungnahme der EU-Kommisison folgen wird und führte aus, dass auch die ASFINAG als Behörde im Sinne der SUP-Richtlinie anzusehen und an unionsrechtliche Vorgaben unmittelbar gebunden sei. „Der Anwendungsvorrang des Unionsrechts schlägt für die ASFINAG in Hinblick auf den Unternehmensgegenstand durch. (…)“

Die Presseaussendung der Umweltorganisation VIRUS im Ganzen:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260326_OTS0084/s1-lobauautobahn-neben-lobautunnel-auch-bau-im-freiland-rechtswidrig

Hier die Pressekonferenz als Radio Orange Sendung zum Nachhören (30min): https://cba.media/766212

Lobau Infowanderung Mo 13.4 um 15 Uhr statt.

Wir freuen uns zu dieser Infowanderung mit Global 2000 Umwelt Kulturpraktikum Studierenden bei der alle Interessierte mitgehen können einzuladen! Bei diesem gemütlichen Spaziergang durch die Lobau, wird Jutta Matysek, die Obfrau der BI Rettet die Lobau über die Lobau und ihre Bedrohung u.a. durch die geplante Autobahn erzählen wird.

Treffpunkt ist 15 Uhr bei der 26A Station Essling Stadtgrenze. Reine Gehzeit wäre 1 Stunde, da wir aber oft stehen bleiben werden um uns die Details direkt vor Ort anzusehen und auch Jause (die sich jeder selbst mitbringt) essen unterwegs wird das Ganze ca. 3 Stunden dauern.

Endpunkt ist bei der Bus Station Lobgrundstrasse an der Raffineriestraße (von dort aus kan man gut zur U2 Station Donaustadtbrücke fahren oder zur U1 Kaisermühlen). Wir gehen nur auf erlaubten Wegen. Je nach Witterung ist Regenschutz oder warme Bekleidung empfohlen. Wer sich während der Erklärungen gerne hinsetzen will und nicht direkt am Boden sitzen will, kann sich was zum Draufsetzen mitnehmen. Wir machen darauf aufmerksam dass Hunde frei laufen lassen ist im Nationalpark nicht erlaubt ist.


Jutta wird Pläne und Infografiken zum Herzeigen mitbringen.

Diesmal auf Wunsch von Global 2000. Wenn Sie/du auch für deinen Freundeskreis, deine Stillgruppe, deinen Bekanntenkreis ect. so eine kostenlose Infowanderung haben möchtest – gerne! Bitte um Kontaktaufnahme via Kontaktformular wir freuen uns!

Rettet die Lobau beim Filmfestival am Podium

13.März „EYES ON EARTH“ Sei dabei! Mach mit beim Umwelt Poetry Slam!

EYES ON EARTH richtet den Blick dorthin, wo er zählt: auf unseren Planeten. Das Filmfestival von GLOBAL 2000 im Schikaneder zeigt bewegende Filme über Umwelt, Klima und Artenvielfalt. Gemeinsam schauen wir hin. Nach jedem Film gibt es spannende Podiumsdiskussionen mit Filmschaffenden und Expert:innen. Für Rettet die Lobau ist die BI Obfrau Jutta Matysek am Podium.

Was unser Wohlstand wirklich kostet, bleibt oft unsichtbar: zerstörte Landschaften, vergiftetes Wasser, ausgebeutete Ressourcen. „Eyes On Earth“ macht diese Folgen sichtbar und gibt jenen eine Stimme, die davon betroffen sind – und jenen, die sich für eine bessere Welt engagieren.

Das Filmfestival zeigt internationale Dokumentar- und Kurzfilme an der Schnittstelle von Umweltschutz, Politik und Aktivismus. Gespräche mit Filmschaffenden und Expert:innen vertiefen die Themen und schlagen die Brücke zu unserem Leben in Wien, Österreich und Europa.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm lädt zum Austausch ein: von Filmgesprächen bis zur Kleidertauschparty.

Gemeinsam hinschauen statt wegschauen.

Programm & Anmeldung

Bitte melden Sie sich für die einzelnen Blöcke an (Film + Podiumsdiskussion). Reservieren Sie sich jetzt Ihr Ticket und unterstützen Sie den Schutz von Mensch, Tier & Natur!

Ihre An- oder Abmeldung für die einzelnen Blöcke können wir bis Freitag, 13.03., 14:00 Uhr, berücksichtigen. Alternativ haben Sie gerne auch die Möglichkeit, es an der Abendkasse zu versuchen – erfahrungsgemäß werden nicht immer alle reservierten Tickets abgeholt, sodass möglicherweise noch Plätze frei werden.

Folgen Sie uns auf instagramexternal link, opens in a new tab, um up to date zu blieben. Außerdem finden im Rahmen des Festivals ein Poetry Slam und eine Kleidertauschparty statt.

Zur Anmeldung Umwelt-Poetry Slam

BLOCK 1: „Outgrow The System“

RaFILM

Freitag 13.03.2026, 18:00 – 20:30 Uhr: Eröffnung des Filmfestivals mit anschließendem Rahmenprogramm: „Umwelt-Poetry Slam“ ab 21 Uhr

Die Dokumentation zeigt neue wirtschaftliche Perspektiven und fragt, wie ein grundlegender Systemwandel hin zu einer ökologischen und demokratischen Zukunft gelingen kann.

Umwelt-Poetry Slam im Schikaneder

Ein Dichtwettstreit rund um unsere Erde: Beim Poetry Slam stehen selbstgeschriebene Texte im Mittelpunkt – live vorgetragen und vom Publikum bewertet. Unter dem Motto „Eyes on Earth“ laden wir zu einem inspirierenden Abend voller Worte und Perspektiven ein.Poetry Slam mit Umwelt-Fokus

Global 2000 lädt zu einem thematischen Poetry Slam im Schikaneder ein. Allen, die auftreten und performen wollen, bieten wir fünf Minuten auf der Bühne. Das Publikum entscheidet, wer gewinnt.

Erlaubt ist alles, was selbst verfasst ist: Lyrik, Prosa oder Spoken Word. Wir freuen uns über eure Texte zum Thema: Eyes on Earth! Was siehst du, wenn du die Augen auf die Erde richtest?

Das Event findet im Rahmen des Filmfestivals statt – sieh dir das gesamte Programm an und folge uns auf instagramexternal link, opens in a new tab, um up to date zu blieben!

Der Poetry Slam findet im folgenden Format statt: Wir beginnen mit einer thematischen Vorrunde, in der deine Stimme zum Thema des Filmfestivals durch deinen Text Raum bekommt. Die Beiträge werden dann von einer zufällig aus dem Publikum ausgewählten Jury bewertet. Aus der ersten Runde kommen zwei Teilnehmer:innen in ein klassisches Finale. Für das Finale freuen wir uns über jeden mitgebrachten zweiten Text. Wer gewinnt, entscheidet dann das Publikum. Darauf folgt die Preisverleihung.

Du möchtest auftreten?

Es gibt eine offene Liste mit begrenzter Teilnehmer:innenzahl. Global 2000 freut uns über eine direkte Anmeldung per Mail an: booking@fomp.eu

Du möchtest als Zuschauer:in dabei sein?

Bitte melde dich an. Deine Anmeldung kann bis 13. März 12 Uhr berücksichtigt werden. Tickets werden vor Ort gegen freie Spende vergeben.

Wegen Regen verschoben: Lobau Infowanderung Do, 26.03. findet Mo 13.4 um 15 Uhr statt.

Wir freuen uns zu dieser Infowanderung mit Global 2000 Umwelt Kulturpraktikum Studierenden bei der alle Interessierte mitgehen können einzuladen! Bei diesem gemütlichen Spaziergang durch die Lobau, wird Jutta Matysek, die Obfrau der BI Rettet die Lobau über die Lobau und ihre Bedrohung u.a. durch die geplante Autobahn erzählen wird.

Treffpunkt ist 15 Uhr bei der 26A Station Essling Stadtgrenze. Reine Gehzeit wäre 1 Stunde, da wir aber oft stehen bleiben werden um uns die Details direkt vor Ort anzusehen und auch Jause (die sich jeder selbst mitbringt) essen unterwegs wird das Ganze ca. 3 Stunden dauern.

Endpunkt ist bei der Bus Station Lobgrundstrasse an der Raffineriestraße (von dort aus kan man gut zur U2 Station Donaustadtbrücke fahren oder zur U1 Kaisermühlen). Wir gehen nur auf erlaubten Wegen. Je nach Witterung ist Regenschutz oder warme Bekleidung empfohlen. Wer sich während der Erklärungen gerne hinsetzen will und nicht direkt am Boden sitzen will, kann sich was zum Draufsetzen mitnehmen. Wir machen darauf aufmerksam dass Hunde frei laufen lassen ist im Nationalpark nicht erlaubt ist.


Jutta wird Pläne und Infografiken zum Herzeigen mitbringen.

Diesmal auf Wunsch von Global 2000. Wenn Sie/du auch für deinen Freundeskreis, deine Stillgruppe, deinen Bekanntenkreis ect. so eine kostenlose Infowanderung haben möchtest – gerne! Bitte um Kontaktaufnahme via Kontaktformular wir freuen uns!

Filmabend zur (Un)Möglichkeit nachhaltiger Mobilität

BOKU-KINO: Filmreihe mit Diskussion


BOKU-Kino im Jänner: 28.01.2026 19:00, TÜWI HS 1

Filmabend zur (Un)Möglichkeit nachhaltiger Mobilität 28.01.

Filmabend zur (Un)Möglichkeit nachhaltiger Mobilität

Dokumenatrfilm Der automobile Mensch – Irrwege einer Gesellschaft und mögliche Auswege.

2024 erschienener Dokumentarfilm von Reinhard Seiß: 
Der Sektor „Bauen und Mobilität“ ist der mit Abstand größte Treiber des Klimawandels. Wo was wie gebaut wird, welche Mobilität dadurch nötig wird und wie wir diese bestreiten, ist also eine zentrale Zukunftsfrage – weit über den Klimaschutz hinaus. Der Film zeigt einerseits überzeugenden „Best Practices“ aus verschiedenen europäischen Ländern und beleuchtet andererseits die Interessen und Motive hinter dem „System Auto“.

Im Anschluß Podiumsdiskussion mit:

  • Reinhaed Seiß, Regisseur (angefragt)
  • Olivia Kieser, Mobilitätsbeauftrage BOKU
  • Ulrich Leth, Forschungsbereich Verkehrs-planung und Verkehrstechnik, TU Wien
  • Jutta Matysek Aktivist*in Lobau Bleibt!

Moderation: Marion Stoeger, Ethikplattform

Kundgebung und Onlineveranstaltung der Scientists for Future gegen Lobau-Autobahn

Rettet die Lobau bittet um Hinkommen und Weiterleiten:

KUNDGEBUNG und Übergabe der S4F-STELLUNGNAHME zur LOBAU-AUTOBAHN: Dienstag, 13.1.2026, 17:00 Verkehrsministerium, Radetzkystr. 2, 1030. Die Wissenschaft sagt: Die Lobautobahn versiegelt Ackerland, fördert Zersiedelung, zerstört Natur, vermehrt Verkehr, verursacht CO2, kostet Milliarden, ist unzeitgemäß.

Online: „Lobautunnel: Drohende Waldverwüstung und Zunahme des Autoverkehrs – Stimmen aus der Wissenschaft“, 14.01.2026, 14:00 Uhr

Helmut Schume, BOKU Wien: „Grundwasserabsenkung gefährdet den Auwald“

Harald Frey, TU Wien: „Stadtnahe Autobahnen wie der Lobautunnel produzieren Zersiedlung, Funktionstrennung und weite, autoabhängige Wege“

Moderation: Alexander Behr (Diskurs. Das Wissenschaftsnetz)

Anmeldung: https://us02web.zoom.us/meeting/register/X3w8dR_4TSqMegyQZuw5EQ#/registration

22.10.2025 – Stellungnahme S4F Österreich zu S1 und Lobautunnel
Das Vorhaben der Regierung beruht auf einem unzeitgemäßen Raummodell: beschleunigter
Autoverkehr, flächenfressende Wirtschaftsentwicklung, Satellitenstädte und
Einfamilienhaussiedlungen. Scientists for Future stellen diesem Bild den Stand der
Wissenschaft und der Technik entgegen.
Verkehrsminister Peter Hanke hat den Entschluss der Bundesregierung verlautbart, den Bau des Abschnitts Süßenbrunn – Groß Enzersdorf der Wiener Außenringautobahn S1 sofort und den Bau der Donauquerung der S1 (Lobautunnel) bis Schwechat ab 2030 umsetzen zu wollen.
Wir, Scientists for Future Österreich, eine interdisziplinäre Plattform von Expert:innen und
Wissenschaftler:innen, kommentieren diesen Beschluss auf der Grundlage der in der
Veröffentlichung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität, und Infrastruktur (BMIMI) vom
5.9.2025 angeführten Argumente:
Das Problem A23–Südosttangente:
Aus den in der Veröffentlichung genannten Zahlen (derzeit 200.000 Fahrzeuge/Tag, 900.000
Transit-Lkw/Jahr) wird eine unzumutbare Belastung durch den Transitverkehr abgeleitet.
Tatsächlich ergeben sich daraus lediglich 3.461 Transit-Lkw pro Werktag, das sind 1,73% der
Fahrten. Transit-Pkw spielen kaum eine Rolle. Die Belastung dieser Straßenverbindung entsteht also fast zur Gänze durch regionalen Verkehr.
Die Veröffentlichung nennt durchschnittlich 5,5 Stunden Stau pro Werktag und einen daraus resultierenden hohen volkswirtschaftlichen Schaden. Dem steht die empirisch und systemisch belegte Erkenntnis der Verkehrswissenschaft entgegen: Eine teilweise Verlagerung des aktuellen Kfz-Verkehrs auf eine zusätzliche Donauquerung würde neue Anreize für donauquerende Fahrten und neue Alltagsrelationen generieren, sodass es in der Folge auf der A23 wieder zu Überlastungsphänomenen käme.
In der öffentlichen Erklärung des Bundesministers wird das Bild von einem überlasteten Herzgefäß – gemeint ist die Südosttangente, die durch „die Mitte der Stadt“ verläuft – bemüht, um die Notwendigkeit eines „Bypass“ zu illustrieren. Dieses Bild zeigt, dass im Ministerium für Innovation,
Mobilität und Infrastruktur noch immer die Vorstellung vorherrscht, Autoverkehr wäre ein nach
physikalischen Regeln funktionierendes Medium. Die Wissenschaften haben diese Vorstellung längst widerlegt. Mobilität ist soziales Verhalten. Gute Raumangebote produzieren umwelt- undsozialverträglichen Verkehr, schlechte Räume verstärken negative Effekte.
Der Verkehrsminister propagiert ein Mobilitätskonzept für die A23, das den Verkehr durch
Digitalisierung, Echtzeitinformationen und intelligente Steuerungssysteme optimieren soll. Solche zeitgemäßen und zukunftsweisenden Maßnahmen können bereits heute eingesetzt werden, um die Problematik der Überlastung und der falschen Anreize zu lösen. Bei konsequenter Umsetzung und Ausbau des ÖV entfällt in der Folge auch die Notwendigkeit der neuen Donauquerung.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen von S1 und Lobautunnel:
Es wird argumentiert, dass der Bau der S1 im Osten von Wien die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen im Großraum verbessert, auf die wachsende Anforderung an
Lieferketten reagiert, und die Grundlage für zahlreiche Arbeitsplätze schafft. Auf welche Art
von Ökonomie sich diese Erwartungen stützen, wird nicht ausgeführt, und Studien, auf die
verwiesen wird, liegen der Öffentlichkeit noch nicht vor. Der Blick auf jene Ökonomie, die sich
entlang der schon realisierten Abschnitte der S1 im Norden von Wien entwickelt hat, weist
aber darauf hin, dass hier nicht an zukunftsorientierte und ressourcenschonende Aktivitäten
gedacht wird, sondern an großflächige, auto-orientierte Betriebe: Großmärkte und
Logistikzentren.
Erwähnt werden soll in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass der Ausbau des
öffentlichen Verkehrs und Infrastrukturen für digitale Vernetzung wesentlich höhere volks-
und regionalwirtschaftliche Wirkungen erzielen als hochrangige Straßen, deren
Produktivitätsvorteile in einer Volkswirtschaft mit bereits hoher Dichte an derartigen
Infrastrukturen kaum vorhanden, bzw. sogar negativ sein können.
Man erhofft sich vom Ausbau der Außenringautobahn zudem eine schnellere Anbindung an
internationale Transportkorridore. Hier wird offensichtlich an Straßenverkehrskorridore
gedacht, und es lässt sich daraus ableiten, dass das Ministerium für Innovation, Mobilität und
Infrastruktur den Gütertransport auf Straßen auch in Zukunft als den Regelfall vorsieht. Dem
entgegen steht die in der Fachwelt und in den europäischen Politiken verankerte
Zielsetzung, dass der überregionale Güterverkehr aus Gründen des Natur- Landschafts- und
Klimaschutzes, des Flächenverbrauchs und im Sinne der Energieeffizienz auf andere Modi
verlagert werden soll.
Die Bedeutung für den regionalen Autoverkehr:
Ein Argument für den S1-Ausbau bezieht sich auf die Verbesserung der Lebensqualität in der
Region. Hier wird unter anderem auf die Entlastung des niederrangigen Verkehrsnetzes
verwiesen. Dem entgegen steht die empirisch und systemisch belegte Tatsache, dass durch
das Vorhandensein hochrangiger Straßenverkehrsangebote eine erhöhte Bereitschaft
entsteht, Wege mit dem Auto zu erledigen bzw. dass neue autogerechte Ziele attraktiv
werden, wodurch sich das MIV-Aufkommen in der Region insgesamt und besonders im
Umfeld der Autobahnauffahrten erhöht.
In diesem Zusammenhang möchten wir auf die in der Verkehrswissenschaft etablierte und
empirisch bewiesene Tatsache verweisen, dass neue, schnellere Angebote an
Verkehrsverbindungen nicht zu Zeiteinsparungen im Alltagsverkehr führen, sondern zu
längeren und häufigeren Wegen (Reisezeitkonstante).
Zudem verweist der Verkehrsminister in seiner Argumentation auf die Prognose, dass es
auch im Jahr 2040 noch Autoverkehr geben würde. Er vermeidet aber zu erwähnen, dass in
allen verkehrspolitischen Strategien verankert ist, dass es künftig deutlich weniger
Autoverkehr geben soll: STEP 2035 Wien: Reduktion MIV von 28% auf 15%,
Mobilitätsmasterplan 2030 BIMI, Österreich: von 60% auf 42%. Eine Notwendigkeit, das
Angebot an monofunktionalen Straßen für den motorisierten Individualverkehr zu vergrößern,
lässt sich daraus nicht ableiten.Die Notwendigkeit für die Schaffung von Wohnraum:
Es wird angeführt, der Autobahnbau ermögliche den Bau von Wohnungen für zehntausende
Menschen – unter anderem im Gebiet Seestadt Aspern. Die Annahme, ein
Autobahnanschluss wäre die Voraussetzung für die Entwicklung von Wohngebieten
widerspricht einem seit Jahrzehnten etablierten Konsens in der Stadt- und Raumplanung,
wonach jegliche Art von urbanem Wohnungsbau mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen
und in ein fußläufiges Umfeld eingebettet sein muss. Niemand ist in einem solchen Setting
vom Autoverkehr abhängig. Die Erreichbarkeit für Versorgungsdienste ist über das
niederrangige Straßennetz gewährleistet.
Durch einen Ausbau des hochrangigen Straßenverkehrsangebots wird vielmehr das
Entstehen von suburbanen Wohntypologien niedriger Dichte, im Besonderen von
Einfamilienhausgebieten, gefördert, deren alltägliches Funktionieren von der Autonutzung
abhängig ist. Es werden also strukturelle Abhängigkeiten geschaffen, die die Mobilitätswende
konterkarieren, und in schwer auflösbare Lock-In-Situationen münden.
Das Kostenargument:
Vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Budgets wird seitens des Ministers darauf
verwiesen, dass die Kosten von rd. 2,7 Milliarden Euro (davon 2,2 Mrd. für den Lobautunnel)
zur Gänze von der ASFINAG aus eigenen Einnahmen getragen werden, und niemand
belastet wird, der/die nicht selbst das hochrangige Straßennetz nutzt. In dieser Darstellung
wird ausgeblendet, dass es der Republik Österreich als Alleineigentümerin der ASFINAG
möglich wäre, von den Erlösen der ASFINAG einen höheren Anteil zugunsten des
Bundesbudgets – etwa zur Finanzierung der Verkehrswende – abzuschöpfen. Das ist freilich
nur möglich, wenn auf unzeitgemäße Ausbauten – wie S1 mit Lobautunnel – verzichtet wird.
Die blinden Flecken:
In der Kommunikation des Ministeriums bleiben die negativen Effekte des Bauvorhabens in
Bezug auf den Klimaschutz, auf Schadstoffe, Lärm, Bodenverbrauch und auf die
Biodiversität unerwähnt. Die Siedlungs- und Gewerbestrukturen, die bereits heute den
Nordosten Wien prägen, zeigen deutlich, dass mit dem Ausbau der S1 ein Maßstabssprung
in Bezug auf Versiegelung, Autoabhängigkeit und Landschaftszerstörung stattfindet. Das
Bekenntnis, am Ziel der Klimaneutralität festhalten zu wollen, untermauert der Minister mit
der bis dato unbewiesenen Annahme, dass die Lobau durch den Tunnelbau keinen Schaden
leiden würde. Die großflächige Zerstörung der semi-urbanen Kulturlandschaft und die
strukturelle Blockade künftiger, nachhaltiger Stadtentwicklung bleiben ausgeblendet.

Scientists for Future Österreich
Augasse 2
1090 Wien
Fachgruppe Mobilität und Stadtplanung
mobilitaet.at@scientists4future.org
scientists4future.at

Protest bei Hanke Auftritt bei AK

Da schaute Verkehrsminister Hanke nicht schlecht als bei seinem Auftitt bei der Ak Veranstaltung auf einmal Aktivistis von System Change not Climate Change die Bühne betraten um gegen seine Politik zu demonstrieren…

Hier ihre Botschaft auf Instagram:

🚫🚗 LOBAU AUTOBAHN – HANKE NEIN DANKE🚗🚫

Der sozialdemokratische Verkehrsminister Peter Hanke rühmt sich auf einem Podium der Arbeiterkammer als innovativer Vorreiter der Mobilitätswende und das während er die Lobau-Autobahn durchboxt!🤬

Während 2,7 Milliarden in dieses fossile Projekt fließen, werden in Wien 2026 einige Sozialhilfen gekürzt. Wir sagen „Stopp zum Öffi- und Sozialabbau“ ‼️

Die Lobau-Autobahn ist und bleibt ein fossiles und unsoziales Projekt, dieser Heuchelei darf keiner Bühne gegeben werden, deshalb haben wir seinen Auftritt lautstark unterbrochen💥👻

Kahlschlagbudget für Autobahnbau? Demo 16.12.17 Uhr

Bitte hinkommen und teilen!

Während die rotpinke Stadtregierung von Wien für eine Stadtautobahn ein Vermögen ausgibt, will sie in den sensibelsten Bereichen der Gesellschaft kaputt sparen! Rettet die Lobau unterstützt diesen Aufruf zur Demo und erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen.

Wien steht vor einem sozialen Kahlschlag. Am Freitag 14.11.2025 präsentierte die Stadtregierung ein Budget, in dessen Rahmen etwa die Mindestsicherung für Kinder gekürzt und für subsidär Schutzberechtigte ganz abgeschafft werden soll. Quer durch den Sozialbereich werden Projekte eingestellt und Leute gefeuert, von der Drogen- und Suchthilfe bis zu Deutschkursen. Den Obdachloseneinrichtungen wird sogar das warme Mittagessen gestrichen. Alle jetzt schon angekündigten Kürzungen hier zu erwähnen würde den Rahmen sprengen, aber kurz lässt sich sagen: Zehntausende Menschen sind durch dieses Budget akut von Armut und Elend bedroht

Bündnis SoWi_So – Solidarischer Widerstand gegen Sozialkürzungen will das nicht hinnehmen und ruft daher angemeldeten Kundgebung auf.

Das wird nur der erste Schritt sein. Das Bündnis SoWi_So – Solidarischer Widerstand gegen Sozialkürzungen, plant für die kommenden Monate weitere Aktionen, etwa eine Konferenz gegen die Kürzungen und Demonstrationen.

Alle die mit ihnen aktiv werden wollen sind eingeladen sich bei sowiso.wien@gmail.com zu melden.

Ps: Die Lobau-Autobahn wäre zwar ein Projekt der Asfinag dh. des Bundes, aber würde auch im niedrigrangigen Verkehrsnetz in Wien sicher zahlreiche teure Um- bzw. Ausbauten notwendig machen die das Budget der Stadt Wien massiv belasten würden. Die Autobahnzufahrt in die Seestadt, die eigentlich zum S1 Spange Autobahnprojekt gehört, will die Stadt Wien der Asfinag vorstrecken damit sie schneller gebaut wird. Hier scheint Rotpink jederzeit bereit das Füllhorn aufzumachen während gleichzeitig bei den Ärmsten und Bedürftigsten – bei denen die sich nicht wehren können – gespart werden soll. Die die sich ein Auto leisten können sollen es besser haben, die denen das Nötigste fehlt stößt man in den sozialen Abgrund.