Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

S8 Marchfeldschnellstrasse wir legen Beschwerde gegen den erstinstanzlichen UVP Bescheid ein!

 

Bescheiderlassung durch Verkehrsminister völlig bedeutungslos (aus VIRUS Presseaussendung)

VIRUS erinnert an das Projekt S1-Lobauautobahnm wo der damalige Verkehrsminister den Bescheid bereits 2015 erließ, die Verfahren aber noch immer laufen würden. Die Genehmigungshürden für das Satellitenprojekt S8 seien im Vergleich noch größer anzusetzen. Aktuell sei zum Zeitpunkt der Pressemaussendung noch keine Bescheidkundmachung erfolgt. "Der Verkehrsminister ist keine neutrale Bewertungsinstanz und ist deshalb kein faires ergebnisoffenes Verfahren zu erwarten gewesen", kritisiert Rehm. Verwunderlich sei lediglich, warum eine UVP, deren Ausgang sachverhaltsunabhängig von vornherein feststehe, dennoch ganze acht Jahre dauere. "Dies liegt zum einen am wiederholten schwersten Planungsversagen der Asfinag und zum anderen daran, dass die Probleme durch das Projekt so groß sind, dass sich auch das bmvit nicht einfach sofort drüberhüpfen getraut hat," so Rehm. Wichtig sei, darauf hinzuweisen, dass der Verkehr aus der Slowakei im Marchfeld wenig relevant sei und überregionale Verkehrsprobleme hier erst mit einem Vollausbau der S8 samt Autobahnquerung der March so richtig geschaffen werden würden. Tatsächlich wirksam seien die begrenzt bleibende Aufnahmefähigkeit des Wiener Straßensystems, die durch hausgemachte Probleme an den hyperinflationär wachsenden B8-Gemeinden sowie Schotter-LKW-Verkehr im südlichen Marchfeld verschärft würde. Die Entlastung bleibe somit eine politische Sprechblase und es sei denkunmöglich, mit einer Linienverbindung wie der S8 flächendeckende Wirkung zu erzielen. "Die Verfahren werden noch jahrelang dauern und wir gehen davon aus, dass sich die Marchfeldautobahn letztendlich als nicht umsetzbar erweisen wird. Es ist aus verkehrs- und klimapolitischen Gründen überfällig einen anderen Kurs zu setzen, der auf Umfahrungen eine Reduktion des Straßenverkehrsaufkommens setzt," so Rehm abschließend.

Von der mündlichen Verhandlung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einer geplante „Marchfeldschnellstrasse S8“Abschnitt West (Knoten Raasdorf bis Gänserndorf)

können wir berichten: Nach 4 Verhandlungstagen, die zahlreiche haarsträubende Projektmängel zu Tage brachten, wurde auf Ende Mai vertagt. Die Asfinag will die giftigen Autobahnabwässer ins Grundwasser versickern. Die Gemüsebauern des angrenzenden Marchfeldes sind auf Bewässerung mit Grundwasser angewiesen. Sie fürchten um ihre Ernten. Die S8 soll als parallele Autobahn zur schon bestehenden Spange Kittsee von Bratislava nach Wien gebaut werden und dann via eine ebenfalls geplante „Lobau-Autobahn“ in eine „Spange Seestadt Aspern“ und eine sogenannte „Stadtstraße“ (die ebenfalls in Autobahndimensionen geplant wird) in die Südosttangente einmünden. Mit der bestehenden A22 dazu wird klar, was hier scheibchenweise umgesetzt werden soll: Eine Ost-West Transitsachneiße.

Diese Tatsache wird allerdings von den zuständigen Politikern gerne unter den Tisch gekehrt. Vollmundig werden hier - ohne jegliche seriöse Grundlage - Verkehrsentlastungen phantasiert und von unmittelbar bevorstehenden Baubeginnen gefaselt. In totaler Unkenntnis des Verfahrenstandes verkündete der Bezirksvorsteher Nevrivy im BZ Interview vom 11.4. sogar, dass die Stadtstrassen UVP schon im März abgeschlossen sei. Dabei hat es zur „Stadtstrasse“ noch nicht einmal eine Verhandlung oder eine öffentliche Auflage gegeben). Der Peinlichkeit nicht genug: Um sich medial zu inszenieren marschierte der SPÖ Bezirksvorsteher gemeinsam mit niederösterreichischen ÖVP Bürgermeistern zu einer Kundgebung auf dem Ballhausplatz auf - vor ihren eigenen Parteikollegen. Zur "länderübergreifenden Kundgebung" kamen allerdings nur 200 Leute (incl. Bürgermeistern). Zum Vergleich: Bei den AutobahngegnerInnen Kundgebungen im 22. Bezirk waren es jedes Mal mehr als doppelt so Viele.

Das sollte den Damen und Herren Politikern doch zu denken geben, vor allem in Wien wo inzwischen mehr BewohnerInnen Öffi Jahreskarten besitzen als Autos. Aber statt etwas für die immer mehr werdenden ÖffinutzerInnen zu tun, reißt die ÖBB jetzt die S 80 Station Lobau nieder. Auch die Schnellbahnstation Hausfeldstrasse will sie gegen Ende 2018 zusperren. Direktes Umsteigen von S-bahn in die Straßenbahnlinie 26 wäre dann nicht mehr möglich. Weder Bund noch die Stadt Wien, noch Bezirksvorsteher Nevrivy, die sich so für Autobahnneubau einsetzen schreiten hier ein.

Jahr für Jahr werden auch in Wien die festgelegten Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide überschritten. „Österreich ist bei der Bekämpfung von Feinstaub und Stickoxiden säumig.“ Das schreibt die EU-Kommission in einem neuen Mahnbrief an die Bundesregierung. Vor allem im Verkehr seien Maßnahmen fällig. Österreich wurde zwar eine Fristverlängerung zugestanden, aber die könne nicht ständig verlängert werden. Die EU-Kommission drängt darauf, dass "so rasch wie möglich" wirksame Maßnahmen ergriffen werden, heißt es in dem Schreiben."Die Kommission ist der Auffassung, dass Österreich in den betroffenen Gebieten immer noch nicht geeignete Maßnahmen ergriffen hat", um tatsächlich bis 2020 die Grenzwerte einhalten zu können. Und das Jahr 2020 ist schon ein Zugeständnis seitens der EU, denn eigentlich gelten die Grenzwerte seit 2010. Österreich hat bis Mai Zeit, auf den Brief zu antworten. Mit den geplanten Autobahnprojekten ist auf jeden Fall keinerlei Verbesserung zu erwarten. Im Gegenteil. Zeit für die Bevölkerung selbst aktiv zu werden.  

"S1 und S8: Planung schlecht, Verkehrsentlastung nur in der Phantasie" VIRUS.

Hier die ganze VIRUS Presseaussendung

Marchfeldschnellstrasse mündliche Verhandlung bringt schauerliche Details zu Tage. Es wurde vertagt auf Mai.

 

Hier ein bischen Medienecho:

NÖN und nochmal NÖN zur peinlichen Proautobahndemo am Ballhausplatz

Bezirksblätter

In totaler Unkenntnis des Verfahrenstandes (Nevrivy glaubte sogar, dass die Stadtstrassen UVP schon im März abgeschlossen sei, dabei hat es noch nicht einmal eine Verhandlung gegeben) und um sich medial zu inszenieren rief die ÖVP und die SPÖ zu einer Kundgebung auf.

Zur "länderübergreifenden Kundgebung" kamen allerdings nur 200 Leute. Zum Vergleich: Bei den Autobahngegner Kundgebungen im 22. Bezirk waren es jedesmal mehr als doppelt so viele. Das sollte den Damen und Herren doch etwas zu denken geben...

ÖVP Aussendung

Plattform Zukunft statt Autobahn Aussendung

Der Standard



 Unterschreiben Sie hier
 zur Rettung der Lobau!

 Melden Sie Sich hier
 zum Newsletter an!
 
 Download
 Unterschriftenliste
 

 
 Online Protestaktionen

 

 
      Impressum:
Medieninhaberin: Verein Rettet die Lobau - Natur statt Beton, Jutta Matysek, Polletstraße 46, 1220 Wien
Ansprechperson: Jutta Matysek, Tel.: +436769539779, natur-statt-beton@lobau.org
Spendenkonto: Rettet die Lobau - Natur statt Beton , IBAN: AT 746 000 000 092 168 510 , BIC: OPSKATWW