Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

Online abstimmen gegen die Marchfeldschnellstraße (S8) !

http://die-au.at ist eine WWF Kampagne zur Verhinderung der Lobauautobahn und der  S8 die auch die March-Thaya Auen bedrohen würde.

Hintergrundinfos:

Lobauautobahn Update:

Einerseits sprechen Asfinag und Verkehrsministerium von einem Projekt, das bereits zur öffentlichen Auflage fertig wäre. Andererseits ist deutlich mehr als ein Jahr nach Einreichung noch nicht einmal die im UVP Gesetz geforderte "unverzügliche" Weiterleitung der UVE (Einreichprojekt Umweltverträglichkeitserklärung) an die an der Vollständigkeitsprüfung zu beteiligenden Einrichtungen erfolgt.

Mit weiteren Verfahrenschritten vor der Wien Wahl ist eher nicht zu rechnen: Die Staatsverschuldung und die Angst vor einem 2. Griechenland haben den Druck des Finanzministeriums auf die Verkehrsministerin erhöht und dort zu einem Evaluierungsprozess des Ausbauprogramms Straße bzw. Schiene geführt. Sie würden gerne weiterbetonieren, können aber nicht, müssen also streichen, verschieben, bzw. Zeitpläne dehnen und strecken. Ein Ergebnis will Ministerin Bures am 20.10 bekanntgeben. Vom Land Niederösterreich kommen verstärkt Forderungen nach einer Brücke statt dem geplanten Tunnel, was aber neu zur UVE eingereicht werden müsste.

Donau March Thaya Auen:

Die Forderung der Hainburg-Bewegung das Ramsar Feuchtgebiet Donau-March-Thaya Auen zum Nationalpark zu machen konnte bisher erst auf einem Teil der Donauauen umgesetzt werden. Nachdem es an March und Thaya (nicht zuletzt auch wegen der Marchfeldautobahn S8) prekärer wird, haben sich die im Marthaforum  zusammengeschlossenen Umwelt- und Naturschutzorganisationen entschlossen einen neuen Vorstoß in Richtung Nationalpark zu unternehmen.

Der WWF hat eine entsprechende Kampagne gestartet, die Plakate "die Au schlägt zurück" sind derzeit in Wien plackatiert, die Nationalpark Kampagne kann unter http://www.die-au.at/   online unterstützt werden.


BITTE UNTERSTÜTZEN UND WEITERLEITEN

Die gemeinsame Presseaussendung vom Freitag 18.Juni 2010:


Verkehr/Umwelt/Wirtschaft/Bauten/Niederösterreich/Wien/Marchfeld

BürgerInitiativen gemeinsam gegen S8 und S1!

Utl.: Kritik an unbeweglichen Protest-Bürgermeistern

Mit einer gemeinsamen Erklärung wenden sich vier Bürgerinitiativen in Marchfeld-Gemeinden und dem angrenzenden Wien gegen Versuche, um jeden Preis am Bau der S8 und der S1-Lobauautobahn festzuhalten. Kritisiert werden jene Bürgermeister, die seinerzeit Autobahnen wie A5 und S1-Ost gefordert haben, und sich nun über Verkehrzunahmen wundern und beschweren würden. Für Wolfgang Rehm von der BIM und Wolfgang Bloms von der BUH völlig unverständlich: „Großprojekte richtig einzuschätzen fällt offenbar besonders schwer. Dass S8 und S1-Lobauautobahn nicht glatt laufen und sich jedenfalls massiv verzögern, hätten die Protest-Bürgermeister schon lange wissen müssen, das war seit Jahren klar, an Warnungen fehlte es nicht.“

„Die S1 zwischen Schwechat und Süssenbrunn wird nicht gebaut, sie ist viel zu teuer und gesundheitsschädlich. Der Schuldenberg der ASFINAG beträgt bereits 12 Milliarden Euro. Und schon jetzt werden Grenzwerte von CO2 und NOx, sowie Feinstäube und Lärm überschritten, die allesamt ein gesundheitliches Problem darstellen. Sichtlich ist den protestierenden Herren die Gesundheit aller, bzw. vor allem die der Kinder keinen Pfifferling wert!," so die Sprecherin der BIM-Groß-Enzersdorf Elisabeth Mausser. Ihre Kollegin Jutta Matysek von der Wiener „BI Rettet die Lobau“, die von Wiener Seite ebenfalls gegen die Lobauautobahn kämpft weist darauf hin, dass die angekündigte Blockadepolitik der Bürgermeister nichts bringt: „Zuerst haben sie Bundesstraßen blockiert, um gegen den vielen Verkehr und für den Bau von S1-Ost und A5 zu demonstrieren. Jetzt ist durch diese neuen Autobahnen der Verkehr, wovor wir immer schon gewarnt haben, noch mehr gestiegen. Und die Bürgermeister kündigen Blockaden an um noch mehr Autobahnen zu fordern, geradezu Magnete für Transitverkehr. Das ist kontraproduktiv und wird auch die Verkehrsministerin schwerlich beeindrucken“.

Wolfgang Rehm von der BIM, die Initiativen aus 5 Marchfeldgemeinden vereint und seit 2002 für bessere Verkehrslösungen und gegen die S8 kämpft: „Obwohl bekannt ist, dass die S8 ebensowenig zur Verkehrsentlastung beiträgt, wie im übrigen auch die S1, in die sie einmünden soll, wird mit diesen Vorhaben seit Jahren der ganze Bezirk blockiert. Alles starrt wie gebannt auf die Marchfeldautobahn, Umfahrungsplanungen werden nicht vorgenommen Erhaltungsmaßnahmen für das bestehende desolate Straßennetz zurückgefahren. Der Bahnausbau steht in den Sternen, momentan werden nur Züge in den Fahrplänen gestrichen“.

Wolfgang Bloms von der BUH in Deutsch Wagram kritisiert zudem die mangelhaften  Untersuchungen auf denen die S8 basiert, und weist auf die fehlende Rentabilität beider Projekte hin: „Abgesehen davon, dass bessere Verkehrslösung existieren, liegen S1 und S8 auf Platz 1 und 3 der unwirtschaftlichsten Autobahnprojekte Österreichs!“ In dasselbe Horn stößt Wolfgang Rehm und appelliert an die Vernunft: „Nur wegen der Betonierwünsche von Regionalgranden, kann die Republik nicht den Staatsbankrott und den Zusammenbruch der Versorgungssysteme riskieren. Da haben einige Herren die Zeichen der Zeit nicht  verstanden. Die Protest- Bürgermeister können sich noch so auf den Kopf stellen, wenn kein Geld da ist, dann wird der Bund nicht weiter die Spendierhos’n anziehen können“.„Sowohl für das Marchfeld als auch für die Lobau ist es einfach besser wenn sie weiter ASFINAG-freie Zone bleiben!“ schließen die BI vertreter unisono.

Rückfragehinweis:
Wolfgang Rehm (BIM-„United“), 0699/12419913 bim@wuk.at
Wolfgang Bloms (BUH) 02247/4656 office@buh.at
Jutta Matysek (BI Rettet die Lobau ) 0676/9539779
jutta.matysek@gmx.at
Elisabeth Mausser (BIM Groß-Enzersdorf)  0650/7285125
elisabeth.mausser@s1-bim.at


Unsere Presseaussendung auf der Seite der Aktion 21 (bei der wir Mitgliedsorganisation sind).
http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=54&id=984
Hier was der Orf Online über unsere Presseaussendung gegen S1 und S8 gebracht hat:
http://noe.orf.at/stories/450936/


 



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Ansprechperson: Stefan Wirius, Tel.: 0699-100 36 278, natur-statt-beton@chello.at
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