Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

 

Quiz zur Lobau-Autobahn
 
1) Die Stadt Wien hat in Rahmen einer „Strategischen Umweltprüfung“ die verschiedenen Trassen einer Lobau-Autobahn untersuchen lassen. Wie wurde die derzeit geplante Trasse beurteilt?
 
         O       Es war die beste Variante
         O       Die Trasse wurde mittelmäßig beurteilt
         O       Die Trasse war die mit Abstand schlechteste
 
2) Wird es durch die Lobau-Autobahn eine Abnahme oder eine Zunahme an Treibhausgas-Emissionen geben?
 
         O       Treibhausgase werden abnehmen
         O       Treibhausgase werden gleichbleiben
         O       Treibhausgase werden zunehmen
 
3) Von wem stammt der Ausspruch, dass die Lobau-Autobahn bei einem Unfall zu einem „Massengrab“ werden könnte?
 
         O       Werner Faymann, Verkehrsminister
         O       Willy Matzke, ÖAMTC
         O       Walter Dorner, Österreichische Ärztekammer
 
4) In einer Studie im Jahr 1999 wurde der Lobau- und Nord-Autobahn als „nicht notwendig“ bezeichnet. Auftraggeber dieser Studie war:
 
         O       GLOBAL 2000
         O       Verkehrsministerium
         O       ASFINAG
 
5) Hält sich die ASFINAG beim Bau der S1 an Bescheide und Gesetze? 
 
         O       Ja, die ASFINAG handelt immer korrekt und gesetzeskonform
         O       Bei der S1-Süd (Vösendorf – Schwechat) wurde monatelang ohne              gültigen Wasserrechtsbescheid gebaut.

         O       Beim Bau der S1-West (Eibesbrunn – Korneuburg) wurden Vor­                  schriften zur Lärmvermeidung während der Nachtstunden verletzt.
 
6) Wird die Lobau-Autobahn in einem Feinstaub-Sanierungsgebiet gebaut?
 
         O       Ja
         O       Nein
 
Die Lösung:
 
Frage 1:
 
In den Jahren 2001 bis 2003 wurde im Auftrag der Stadt Wien die sogenannte SUPer NOW (=Strategische Umweltprüfung für den Nordosten Wiens) durchgeführt. Die aufwändige und fundierte Untersuchung verglich u.a. verschieden Möglichkeiten und Routen für die Lobau-Autobahn. Die jetzt geplante Trasse war als „Szenario 2“ jene, die die mit Abstand schlechtes Benotung bekam. Nachteile jener Trasse, die den Nationalpark Donau-Auen der breitest mögliche Stelle quert, sind u.a.: Höchste Treibhausgas-Emissionen, am meisten Lärm, schlechtester Landschafts- und Grundwasser- und Nationalparkschutz, größte Gefahr von Speckgürtelentwicklung und Zersiedlung, schlechteste Voraussetzungen für Öffentliche Verkehrsmittel und Verkehrvermeidung usw. Es gab kein einziges Kriterium, bei dem diese Trasse eine gute Benotung bekam. Trotzdem soll diese Lobau-Autobahn durchgeboxt werden.
 
Frage 2:
 
Jede hochrangige Straße „erzeugt“ zusätzlichen Verkehr und verursacht damit ein mehr an Treibhasgas-Emissionen. Dieser Effekt überwiegt bei weiten gewisse Einsparungen durch den allfälligen Rückgang von Staus.
 
Frage 3:
 
Es war Willy Matzke, Tunnelexperte des ÖAMTC, der mit diesen drastischen Worten vor den Sicherheitsmängeln der Lobau-Autobahn warnte.
 
Frage 4:
 
Das Verkehrsplanungsbüro TRAFICO erstellte im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr eine Studie, die u.a. folgende Empfehlungen aussprach: „Keine Errichtung der Nordostumfahrung mit 6. Donauquerung (=Lobau-Autobahn), Verzicht auf die A5 Nordautobahn“.
 
Frage 5: Die zweite und dritte Antwort ist richtig
 
Die S1 Süd wurde monatelang ohne gültige Wasserechtsbescheid gebaut. UmweltschützetInnen bezeichent die S1 Süd als „größte Schwarzbaustelle Österreichs“. Bei der wiederholung des Umweltverträglichkeitsverfahrens (UVP) zur S1 West wiesen Anrainer nach, dass sich die ASFINAG nicht an die Auflagen des ursprünglichen UVP-Bescheides in Sachen Lärmebelästung durch Bauarbeiten hält.. Lapidarer Kommentar der ASFINAG: Im UVP-Verfahren geht um die Erstellung von Bescheiden und nicht um dessen Einhaltung!
 
Frage 6: Ja
 
Alle Areale, in denen die Feinstaubbelastung illegal hoch ist, müssen nach Immissionsschutzgesetz-Luft als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Die S1 verläuft im gesamten Verlauf (Vösendorf – Schwechat – Süßenbrunn – Eibesbrunn – Korneuburg) in diesem Sanierungsgebiet. Da durch die S1 der Autoverkehr weiter zunehmen wird, wird noch mehr Feinstaub in die Luft gelangen.
 
Quelle: Heinz Högelsberger von GLOBAL 2000


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