Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

Fakten zur S1 Abschnitt Schwechat-Süßenbrunn ("Lobau-Autobahn")

  • Vor dem Bundesverwaltungsgericht findet derzeit ein UVP-Verfahren 2. Instanz statt. Der Verkehrsminister als Behörde erster Instanz ist nicht mehr zuständig, Die "Lobau-Autobahn" wurde jetzt "ihrem Richter vorgeführt".

  • Das Beschwerdeverfahren wurde von zehn beschwerdeführenden Parteien (darunter mehrere Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen sowie einer Standortgemeinde initiiert)

  • Politische Parteien sind nicht in das Verfahren beim BVwG beteiligt. Das gilt neben ÖVP FPÖ und SPÖ auch für Grüne.

  • Die Stadt Wien hat lt. Verfahrensakt keine Stellungnahme abgegeben.

  • Ob das Projekt gebaut werden darf entscheidet das Gericht

  • Ob das Projekt gebaut wird, wenn es gebaut werden darf (also ob es gebaut werden soll) entscheidet die Politik, die Länder Niederösterreich und Wien allerdings nur mittelbar weil es sich um ein Bundesprojekt handelt das per Parlamentsbeschluss in den Anhang zum Bundesstraßengesetz eingereicht wurde.

  • Die BundesstraßenLärmImmissionschutzverordnung, die dem UVP-Verfahren zugrundegelegt worden ist, wurde vom Bundesverwaltungsgericht als rechtswidrig erkannt der Aufhebungsantrag wird vom Verfassungsgerichtshof geprüft, vor Entscheidung des VfGH wird das Bundesverwaltungsgericht keine Entscheidung im Beschwerdeverfahren treffen

  • Die Asfinag Bau Management GesmbH benötigt zur Realisierung des Vorhabens neben der UVP-Genehmigung weitere Genehmigungen in den so genannten Materienverfahren (Wasserrecht, Forstrecht, Naturschutz und Nationalparkrecht). Diese sind nahezu ein Jahr nach erstinstanzlicher Bescheiderlassung noch nicht einmal beantragt!

  • Wie immer man die Zweckmäßigkeit irgendwelcher Variantenprüfungen beurteilen mag, ist dafür jedenfalls ausreichend Zeit. Zweckmäßig wäre allerdings die von der Stadt Wien bis 2003 erarbeiteten Raumplanungsergebnisse (SUPer Now) einem Update zu untersuchen

  • Die jetzt als "Variante der Grünen kommunizierte Straßenverbindung zwischen A4 und A22 ist eine von 2005 bis 2007 verfolgte Variante der Asfinag die bis zu ihrer Streichung aus den Rahmenplan des bmvit von dieser als essentiell für eine Entlastung der Donaustadt kommuniziert wurde.

  • Wien hat elf!! Donauquerungen die für das Wiener Koalitionsübereinkommen verantwortlichen können also nicht zählen (siehe Beilage). Die sechste Donauquerung ist die Praterbrücke, die Wiener Koalition hat sich somit zum Erhalt der Praterbrücke Südost-Tangente bekannt.

  • Die Asfinag braucht keine Bundeszuschüsse, sie finanziert sich über Kredite und mittel bis langfristig ungewisse Mauteinnahmen und wenn letztere reichen wächst der bereits milliardenschwer angehäufte Schuldenberg für den die Republik haftet sobald dieses System durch Neubau und Erhaltung zusammenbricht. Werden die Bauaufwendungen reduziert kann wie in den letzten jahren der Schuldenberg etwas reduziert und deine Dividende ins Republiksbudget eingezahlt werden.

    (Text aus der Pressemappe der gemeinsamen Pressekonferenz der Umweltschutzorganisation VIRUS und BI Rettet die Lobau vom 28.1.2016.)

 
Autobahngedanken…………….
  • Wenn die Autobahn gebaut wird, ist es zu spät.....
  • Wer die Lobau nicht als Autobahnumfeld will, muss was tun.....
  • Die Tangente wird nicht frei werden durch die Lobau-Autobahn. Das wird zwar propagiert aber mit keinem realistischen Argument bewiesen. (Auch bei der S1 Süd wurde versprochen dass sie eine Entlastung auf der Südosttangente bringen würde - hat sich als falsch herrausgestellt. Die Südosttangente ist ständig voll und die S1 Süd auch)   
  • "Man kann nichts dagegen tun" ist kein Argument. Je mehr Widerstand desto weniger Chance für eine Durchführung. Dieses Gesetz hat sich vielfach bewahrheitet.
  • Die Wirtschaft will den freien Warenverkehr in Europa. Der Gewinn geht an die grossen Konzerne, der Umweltschaden bleibt dem kleinen Mann.
  • Durch den ungehinderten Transport werden keine Arbeitsplätze geschaffen!
  • Nur weil man Milch durch ganz Europa kutschiert, wird trotzdem nicht mehr getrunken. Man ruiniert nur lokale Arbeitsplätze!
  • Wer Beton liebt, sollte am Gürtel Urlaub machen. Kurioserweise lieben Wirschaftsbonzen "Natur pur Urlaube" in ursprünglichen, unberührten Gegenden.
  • Auch für Pendler ist die Lobauautobahn keine Entlastung. Der Stau in Richtung Stadt wird dadurch nur grösser, weil noch mehr Autos durch den neuen Zubringer Lobauautobahn hindrängen.
  • Unsere Heimat ist uns wichtiger als EU-Transit. Auch bei der Fremdenverkehrwerbung Österreichs wird doch Ruhe und gute Luft hervorgehoben.
von Herbert Löschl, 0664 / 9127260

 

"Autofahren langfristig schädlicher als Fliegen

Wer sich alleine auf eine Reise mit dem Auto begibt, trägt auf lange Sicht mehr zur Erwärmung des globalen Klimas bei als ein Flugreisender. Das zeigt eine Studie, die nicht nur mit Kohlendioxid rechnete, sondern mit allen kurz- und langfristig wirkenden Klimafaktoren wie Gasen, Aerosolen und Wolkenbildung.

05.08.2010

Erstellt wurde sie von Jens Borken-Kleefeld vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg (Niederösterreich) und seinem Team.

Kurzfristig ist Fliegen schädlicher

Auf kurze Sicht trägt ein Flugreisender mehr zur Klimaerwärmung bei, weil Flugzeuge bzw. deren Abgase in großen Höhen stark wirkende klimarelevante Prozesse in Gang setzen. Daher ergibt sich durch das Fliegen im ersten Jahr nach der Reise ein viermal so starker Einfluss auf die Erderwärmung als bei der Fahrt alleine im Auto.

Sind die kurzfristig wirkenden Gase abgebaut, kehrt sich die Sache um: Das durch Autoreisen ausgestoßene, langlebige Kohlendioxid macht sich in den Modellrechnungen bemerkbar. Letztlich schadet, pro Kilometer und Reisendem gerechnet, das Fahren dem Klima mehr als das Fliegen.

Den geringsten Einfluss auf das Klima haben Reisen mit der Eisenbahn, dem Bus oder mit zwei- bzw. dreirädrigen Fahrzeugen, und zwar sowohl auf lange als auch auf kurze Sicht.

Bei Frachtgut empfehlen sich Schiffe

Anders sieht die Rechnung für Frachtgut aus. Luftfracht schlägt bezüglich Erderwärmung letztendlich sieben- bis 35-mal stärker zu Buche als der Transport über die gleiche Distanz per Lkw. Für den Gütertransport per Schiff errechneten die Wissenschaftler eine 25-mal schwächere Klimawirkung als für den Lufttransport.

Kurzfristig trägt der Schiffsverkehr sogar zur Kühlung der Atmosphäre bei, da die Motoren Schwefeldioxid ausstoßen und dieses Sulfat-Teilchen in der Atmosphäre bildet. Diese Partikel reflektieren einen Teil des Sonnenlichts in den Weltraum und kühlen somit. Langfristig macht sich aber auch bei den Schiffen das ausgestoßene Kohlendioxid in den Bilanzen bemerkbar.

Langfristig trage jede Art von motorisiertem Transport zur globalen Erwärmung bei, so die Wissenschaftler."

gefunden in science.ORF.at/APA

Österreich gemeinsam mit Spanien und Luxemburg am weitesten von Kyoto-Ziel weg

 
Laut APA Aussendung vom Mi, 02.Jun 2010 sind - "Spanien, Luxemburg und Österreich innerhalb der Europäischen Union am weitesten von ihren Klimaschutzvorgaben nach dem Kyoto-Protokoll entfernt. Dies geht aus aktuellen Daten der europäischen Umweltagentur hervor, welche die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel veröffentlichte. Die EU selbst ist auf dem besten Weg, die im Kyoto-Protokoll fixierten Klimaschutzziele zu erreichen. Im fünften Jahr in Folge gingen die Emissionen in der EU zurück.
 
   Nach dem Bericht der EU-Umweltagentur konnten die 15 "alten" EU-Staaten, für die das Kyoto-Protokoll gemeinsame CO2-Reduktionsverpflichtungen vorsieht, im Jahr 2008 ihren Ausstoß an Treibhausgasen gegenüber dem Basisjahr (in den meisten Fällen 2009) um 6,9 Prozent senken. Nach dem Kyoto-Protokoll müssen die EU-15 im Zeitraum von 2008 bis 2012 ihre Emissionen um 8 Prozent reduzieren.
 
   In Österreich wurden 2008 zwar um 0,4 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als 2007. Bezogen auf das Basisjahr verzeichnete Österreich aber um 9,6 Prozent mehr Emissionen von Treibhausgasen. Nach dem Kyoto-Protokoll muss die Alpenrepublik bis 2012 einen Rückgang von 13 Prozent erreichen. (..)
 Die Emissionen aller 27 EU-Staaten gingen im Jahr 2008 gegenüber 2007 um 2,0 Prozent zurück. Der Treibhausgas-Ausstoß der EU lag um 11,3 Prozent unter dem Niveau von 1990. Dies entspricht etwa dem halben Weg der Klimaschutzverpflichtungen, die sich die EU ab 2013 gesetzt hat. Die EU will ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu verringern.
 
   "Die Verringerung im Jahr 2008 ist nicht allein der Finanzkrise zuzuschreiben, sondern auch das Ergebnis vieler ehrgeiziger Maßnahmen", sagte EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard. Da 2008 aber erst das erste Jahr im Kyoto-Verpflichtungszeitraum gewesen sei, müssten die Staaten ihre Anstrengungen fortsetzen.
 (Schluss) ths/hai"
 
Rettet die Lobau meint dazu:
 
  
Mit all den geplanten neuen Autobahnen wird es Österreich nie schaffen von seiner beschämenden Schlußlichtposition wegzukommen.
 
 
Und: Das Geld das dabei verbraten werden soll fehlt u.a. bei der thermischen Sanierung von Häusern wo die staatlichen Förderung 2009 so knapp bemessen war, dass sie schon in der Mitte des Jahres ausgeschöpft war. Hier zu investieren würde auch ein Vielfaches mehr an Beschäftigungsplus bringen als Autobahnbau.     
 

Was aus Feuerwehrsicht am geplanten Lobautunnel zu kritisieren ist lesen sie hier



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Ansprechperson: Jutta Matysek, Tel.: +436769539779, natur-statt-beton@lobau.org
Ansprechperson: Stefan Wirius, Tel.: +436643544911, natur-statt-beton@chello.at
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