Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

Gründer des Brandschutzforums OSenR Dr Otto Widetschek zum Thema Lobautunnel - lesen sie hier weiter

 

S1 Lobau Tunnelbohrung – Information für die Freunde der Lobau


 

Was Zwei Tunnelröhren- so groß wie vier Autobusse

Ziel des Bauvorhabens der ASFINAG ist es zwei paralle Tunnelröhren mit einem Ausbruchsdurchmesser von 15 m (vergleichsweise haben der Eurotunnel durch den Ärmelkanal 7,60 oder die zwei Tunnel der U Bahn Köln höchstens 8,40m Außendurchmesser) mit einer Vollschnitt-Schild-Tunnelbohrmaschiene herzustellen. Der ausgebaute Tunnelquerschnitt soll innen 12,30 betragen.

Zur Veranschaulichung: dies entspricht der Höhe von 4 Linienbussen, wie in der Graphik gezeigt wird.


 

Bild: 4 Busse im Tunnel


 

Für ein Bauvorhaben in dieser Dimension ist in Österreich noch keine ausreichend erprobte Methode ausgeführt worden. Da von der ASFINAG keine Informationen zu bekommen sind, sind wir auf unsere eigenen Recherchen bezüglich derartiger Maschinen angewiesen. Für ein Projekt- in einer derartigen Dimension- muss eine (vielleicht auch schon in Betrieb befindliche) Schildvortriebsmaschiene, die jeweils speziell adaptiert werden muss aus dem Ausland angemietet werden.

Die angeblichen Baukosten für Tunnel (ohne jegliche Details) sind bereits auf 1,6 Milliarden hinaufgesetzt.

Da uns keine näheren Informationen vorliegen können wir die Konzeption, Mechanik sowie bildliche Darstellung nur von ähnlichen Maschienentypen abnehmen und darstellen.


 

Bilder von Bohrgeräten


 

BI Flugblatt mit technischen Informationen


 

BI Flugblatt mit technischen Informationen 1


 

BI Flugblatt mit technischen Informationen 2


 

Schlechte Erfahrungen mit der Informationsbereitschaft der ASFINAG


 

Bereits Anfang 2008, also demnächst, soll die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Projekts stattfinden. Ursprünglich war sie ja schon für Mitte 2007 geplant. Das heißt es müssten bereits alle Details bekannt sein.


 

Das Gegenteil ist der Fall:

Die konkreten Erfahrungen mit Vertretern der ASFINAG in Bezug auf Informationen der BürgerInnen, und ihre mangelnde Bereitschaft sich ernsthaft und fachlich mit KritikerInnen auseinander zu setzen lassen bei den Betroffenen Wut und Enttäuschung zurück.


 

Zum Beispiel:

Die Aufschlussbohrungen zur Erkundung der verschiedenen Bodenschichten, des Grundwassers und der wasserführenden Schichten an der Lobautrasse, die die Grundlage für die Entscheidung des gesamten Tunnelprojekts darstellen wurden möglichst geheim gehalten, Baustellen wurden mit Sichtschutz verhängt.


 

Ein verstecktes Bohrgerät


 

Probebohrungen hinter Sichtschutz - Was will die Asfinag vor den Bürgern verheimlichen?

Die vorgelegten dürftigen Unterlagen und Bohrkerne am sog. Tag der offenen Tür waren für fachkundige Anwesende nicht ausreichend.

Unverständlich (oder absichtlich?), weil ja die ASFINAG diese Ergebnisse in ihren eigenen Broschüren sehr hoch bewertet indem sie schreibt: „Speziell für die Planung des insgesamt ca. 6 km langen Tunnels muss die Zusammensetzung des Untergrundes bekannt sein. Erst durch die Bodenerkundungen ist es möglich ein derart komplexes Bauwerk zu planen und zu bauen“ (ASFINAG Bürgerinformation Okt 2006).


 

Andererseits nehmen die ASFINAG Vertreter fachkundige Ergebnisse (Bodenschichtenverzeichnis) engagierter BürgerInnen, die fast täglich, von Anfang bis Ende die Bohrtätigkeit von außen überwachten und dokumentierten und ihre eigenen parallelen Beobachtungen machten und diese am Tag der offenen Tür ausgewertet und anschaulich vorlegten nicht zur Kenntnis.

Die konkreten Bohrergebnisse hat die ASFINAG bisher noch nicht vorgelegt sondern nur einen grellbunten Längsschnittplan mit den Bodenschichten und dem Wasser führenden Horizont, der aber ungenügend exakt scheint in Anbetracht eines derart komplexen Bauvorhabens.

Aber selbst wenn man diesen ungenauen Längsschnittplan betrachtet, dann scheinen die Beteuerungen der ASFINAG, „die Grundwässer mit dem Tunnelbau nicht zu stören“ durch ihre eigenen Ergebnisse widerlegt. Die Antwort der Wasserrechtsbehörde wird interessant werden!


 

Wir versuchten persönlich bei der Asfinag beim zuständigen Projektleiter dieses Abschnittes vorzusprechen um Informationen zu bekommen: Wieder keine Detaildaten.

Protokoll 1


 

Protokoll 2


 

Als nächstes versuchten wir es mittels eingeschriebenen Brief an den Vorstand:

Brief an Asfinag


 

Bis heute haben wir keine Antwort erhalten

Wir BürgerInnen dieser Stadt, die diese Vorhaben bezahlen, haben ein Recht rechtzeitig und umfassend informiert zu werden.

Wir wollen sinnvolle, nachhaltige Verkehrskonzepte weil wir tragen langfristig die Last (Kosten, Umweltschäden, Lärmbelästigung,…) schädlicher, belästigender oder belastender Auswirkungen wenn Fehlentscheidungen getroffen werden.

 

Bürgerinitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“


 



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Ansprechperson: Stefan Wirius, Tel.: +436643544911, natur-statt-beton@chello.at
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