Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

Darum Lebensmittel von hier - Was LKW Verkehr kostet

OTS0048 5 CI 0447 MST0001 Mo, 21.Dez 2015

Agrar/Umwelt/Klima/Nahrungsmittelindustrie/Versicherungen/Wirtschaft und Finanzen/Branchen

Hagelversicherung: Ihr persönlicher Beitrag zum Weltklima? - ANHANG


Utl.: Klimaschutz beginnt bereits beim Weihnachtseinkauf - der Kauf
heimischer Lebensmittel schützt unser Klima und sichert
Arbeitsplätze =

Wien (OTS) - Die Weltklimakonferenz in Paris ist beendet, jede Nation
ist nun mehr denn je gefordert, entsprechende Maßnahmen zu setzen, um
die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Aber: Jeder einzelne
Konsument kann seinen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und
Klimaschutz „kaufen“, denn Klimaschutz beginnt im Einkaufskorb.
„Unsere Kunden, tausende Bauern, Winzer und Gärtner, liefern 365 Tage
im Jahr - auch an Sonn- und Feiertagen – Produkte, die dort verkauft
werden, wo sie auch erzeugt werden, und nicht Tausende Kilometer
entfernt“, erklärt Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der
Österreichischen Hagelversicherung.

Zwtl: Klima, Wirtschaft und Arbeitsmarkt profitieren vom Kauf
heimischer Lebensmittel

Wie eine Untersuchung der Linzer Johannes-Kepler-Universität im
Auftrag der Hagelversicherung ergab, profitiert vom Kauf heimischer
Lebensmittel nicht nur das Klima, sondern auch Wirtschaft und
Arbeitsmarkt: Würden von den importierten, oftmals weit gereisten
Lebensmitteln, 30 Prozent aus österreichischer Erzeugung gekauft
werden, stiege des Bruttoinlandsprodukt (BIP) um jährlich 3,2 Mrd.
Euro und es könnten mehr als 30.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

„Durch den Kauf regionaler Produkte werden die Transportwege verkürzt
und der CO2-Ausstoß reduziert. Zusätzlich wird die heimische
Wirtschaft gestärkt und 530.000 Arbeitsplätze entlang der
landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette gesichert. Wir werden daher
weiterhin konsequent auf die Vorteile von regionalen Lebensmitteln
aufmerksam machen“, unterstreicht Weinberger und setzt fort: „Die
Konsumenten stehen zur heimischen Landwirtschaft und schätzen die
gute Qualität. Das ist auch ein klares Signal an den
Lebensmittelhandel. Wer regionale Lebensmittel anbietet, punktet bei
den Konsumenten.“

Zwtl: Kaufen Sie Klimaschutz!

Wer bewusst zu regionalen Produkten greift, hilft mit, die
Klimabilanz zu verbessern. „Gerade die Weihnachtszeit, in der man
sich traditionell auch zum gemeinsamen Essen in der Familie
zusammenfindet, ist ein schöner Anlass, bewusst heimische
Lebensmittel auf den Tisch zu bringen. Genuss und Klimaschutz können
somit auf ideale Weise verbunden werden“, appelliert Weinberger an
die Österreicherinnen und Österreicher abschließend.

Die Österreichische Hagelversicherung

Die Österreichische Hagelversicherung ist der Spezialversicherer in
der Landwirtschaft und wurde 1947 auf Initiative der Landwirtschaft
von den Österreichischen Versicherern als Versicherungsverein auf
Gegenseitigkeit gegründet. Neben Hagel werden landwirtschaftliche
Kulturen auch gegen Dürre, Überschwemmung, Frost und zehn weitere
Risiken versichert. Damit bietet sie die umfassendste Produktpalette
Europas an und ist zudem Österreichs größter Tierversicherer. Das
Unternehmen hat die rascheste und modernste Schadenserhebung Europas
und arbeitet seit zehn Jahren weitgehend papierlos und damit
klimaschonend. Die Österreichische Hagelversicherung engagiert sich
schon sehr lange für mehr Klimaschutz. Sie hat bereits 2001 den
ersten österreichweiten Klimaschutzpreis initiiert, wirbt seit vielen
Jahren für regionale klimafreundliche Lebensmittel mit kurzen
Transportwegen und versucht Bewusstsein gegen den rasanten
Bodenverbrauch zu schaffen.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4589/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0048 2015-12-21/11:00

 


„OTS0084 5 CI 1049 NKI0002 WI                          Do, 26.Feb 2009

Ernährung/Agrar/Handel/Konsumenten/Nahrungsmittel/VKI

Knoblauch aus China - Schnittlauch aus Indien?
Wege zum umweltbewussteren Einkauf  =

   Wien (OTS) - Die Erwartung, sämtliche Obst- und Gemüsesorten in Supermärkten stets verfügbar zu haben, gleich welche Jahreszeit und welche Saison, treibt so manch merkwürdige Blüte - nicht zuletzt zu Lasten der Umwelt. Knoblauch aus China etwa ist ein bekanntes und häufig kritisiertes Beispiel.

   "Konsument" wollte genauer wissen, wie es um die Herkunft häufig gekaufter Obst- und Gemüsesorten in Supermarktregalen in Wien und Umgebung bestellt ist. Im Juli, August und Dezember letzten Jahres sowie im Jänner 2009 wurden die Herkunftskennzeichnung von Äpfeln, Paprika & Co. genauer unter die Lupe genommen. Das sorgte auch für die eine oder andere Überraschung: Unter anderem fanden sich, Zuckererbsen aus Thailand, Zwiebel aus Neuseeland oder Spargel aus Peru.

   "Eine vielfältige Ernährung in allen Ehren: Umweltbewusster Konsum sieht anders aus. Unnötig lange Transportstrecken für Obst- und Gemüsesorten, die sich auch in nahegelegenen Gebieten produzieren lassen, tragen wohl kaum zu einer guten Klimabilanz bei. Lange Transportwege mindern bei empfindlichen Lebensmitteln zudem die Qualität", betont "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Nicht immer ist für Konsumenten aber auch klar ersichtlich, woher das Produkt im Einkaufskorb tatsächlich stammt. "Die Kennzeichnung lässt den Konsumenten oft ratlos zurück", weiß Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation, aus Erfahrung. "Will man umweltbewusster Einkaufen, ist man mit folgender Faustregel aber grundsätzlich gut beraten: saisonal und damit frisch und regional mit kurzen Transportwegen."

   Auf Spurensuche im Supermarkt

   In Österreich werden pro Kopf und Jahr rund 95 Kilogramm Obst und 106 Kilogramm Gemüse verzehrt. Doch woher stammt all das gesunde Grün? Um das herauszufinden hat sich "Konsument" in Supermärkten in Wien und Umgebung auf die Suche begeben - und zwar im Juli und August (Kalenderwochen 27 bis 34/2008) sowie im Dezember (KW 50/2008) und Jänner (KW 2/2009). Auf der Liste der Tester standen Filialen der Ketten Adeg, Billa, Hofer, Lidl, Merkur, Penny, Spar und Zielpunkt. Erhoben wurde die Herkunft von importiertem Obst und Gemüse.

   Heimisches aus aller Herren Länder

   Die Untersuchung zeigt, dass die Herkunft auch in Österreich heimischer Obst- und Gemüsesorten durchaus exotisch ist: Äpfel und Birnen aus Südafrika, Knoblauch aus China oder Argentinien oder Zuckererbsen aus Kenia sind keine Seltenheit. "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck: "Es ist uns klar, dass manche Obst- und Gemüsesorten, die hierzulande produziert werden, für den Konsumbedarf nicht ausreichen, oder zu Zeiten angeboten werden, zu denen sie in Österreich keine Saison haben." Beispielsweise argumentieren manche Supermärkte damit, dass es in Österreich keinen Knoblauchanbau in ausreichenden Mengen gibt. "Aber es gibt beispielsweise näher gelegene Bezugsquellen für Äpfel oder Birnen als Südamerika, Australien oder China", kritisiert Beck. Das gilt übrigens auch für exotisches Importobst: Auch hier finden sich mehr oder weniger weit entfernte Erzeugerländer.

   Besonders die bei Lidl angebotenen Produkte stechen durch ihre weite Anreise ins Auge. Während es bei anderen Handelsketten im Sommer Paprika aus Österreich gab, stammte dieser bei Lidl großteils aus den Niederlanden. Auch bei den Paradeisern setzte der Konzern auf Importware aus den Niederlanden sowie aus Belgien und Spanien. Zudem wurden nur bei Lidl im Sommer importierte Fisolen - großteils aus Marokko - entdeckt. Doch sogar Gartenkräuter wie z.B. Kresse wurden in den Sommermonaten aus den Niederlanden in die heimischen Filialen von Lidl gekarrt.

   Bei Spar fand sich im Dezember 2008 Schnittlauch aus Indien - eine noch dazu rasch verderbliche Ware - im Sortiment.

   Der Transport macht den Unterschied

   Besonders Flugtransporte für leicht verderbliche Früchte oder Gemüsesorten, etwa für Erdbeeren oder Zuckererbsen im Winter, belasten aber die Umwelt. Regionale Lebensmittel sind zwar diesbezüglich umweltfreundlicher, allerdings muss auch auf kürzeren Wegen das Transportmittel stimmen. Viele Fahrten mit kleinen Lieferwägen sind wenig energieeffizient und verschlechtern die Klimabilanz regional erzeugter Produkte. Ebenso wie der Einkauf mit dem Auto, wenn es auch mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht. Zum Vergleich: Bei einer einen Kilometer langen Fahrt mit einem Mittelklassewagen werden so viele klimaschädliche Gase freigesetzt, wie für den Anbau und Handel von einem Kilogramm Frischgemüse.

   Nur regional ist zu wenig

   Dennoch entfällt nur relativ wenig Energie auf den Transport der Lebensmittel. Der Großteil des Energieaufwandes - und damit auch der Ausstoß an Treibhausgasen - ist der landwirtschaftlichen Produktion zuzurechnen. Beck: "Dabei fällt vor allem die Produktion tierischer Nahrungsmittel ins Gewicht. Die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel ist weit weniger energieaufwendig. Wer sich also ,klimafreundlich’ ernähren will, isst am besten nicht öfter als zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch." Weiteres Einsparungspotenzial bietet die biologische Landwirtschaft. Konventionell geführte Betriebe setzen beispielsweise mineralische Stickstoffdünger ein, deren Erzeugung sehr energieaufwendig ist. In der biologischen Landwirtschaft sind diese hingegen verboten.

   Auch für den Freiland-Anbau von Obst und Gemüse wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt, wie etwa für den Anbau in Folientunneln oder beheizten Treibhäusern. Auch die Erzeugung von tiefgekühlten Lebensmitteln und die Aufrechterhaltung der Kühlkette ist sehr energieaufwendig. Dazu kommt, dass die Herkunftsangabe von Tiefkühlgemüse nicht verpflichtend ist.

   Im Kennzeichnungs-Dschungel

   "Wer umweltbewusst einkaufen möchte oder zumindest wissen will, woher das jeweilige Obst oder Gemüse stammt, kommt um das genaue Lesen der Herkunfts-Kennzeichnung nicht herum", erläutert Floss. Wer sich hier mit dem Kauf biologischer Produkte automatisch auf der sicheren Seite wähnt, irrt aber: Bio heißt nicht zwangsläufig regional. Das veranschaulicht auch das schwarze Bio-Zeichen der Agrarmarkt Austria. Während das rote Bio-Zeichen mit der Ursprungsangabe "Austria" Produkte aus Österreich bezeichnet, werden mit dem schwarzen Bio-Zeichen importierte Bio-Produkte gekennzeichnet - etwa Avocados aus Spanien. Verwirrend ist für Konsumenten dabei gelegentlich die auf Bio-Produkten verpflichtend anzugebende Kontrollnummer: Beginnt diese mit AT für Österreich, heißt das nicht, dass die Ware aus Österreich stammt, sondern dass sie hierzulande kontrolliert wurde. Die Herkunft ist immer gesondert angegeben.

   Noch eine Besonderheit: Ob Bio oder nicht, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Obst und Gemüse entfällt bei einer weiteren Verarbeitungsstufe: Müssen Äpfel aus den USA noch als solche ausgewiesen werden, ist es beim Apfelmus nicht mehr nötig.

   Selbst wenn für Konsumenten auf den ersten Blick nicht immer leicht zu erkennen ist, woher die Ware stammt, kann man vorbeugend einiges tun: Es muss nicht immer frischer Spargel im November sein. Und im Frühsommer tun es statt Importäpfeln auch heimische Erdbeeren oder Kirschen. "Saisongerechter Einkauf ist ein erster großer Schritt hin zu einem umweltbewussteren Einkauf und wenn man sich über die Herkunft vom Schnittlauch oder der Kresse im Regal einmal unsicher ist, schadet es auch nicht, beim Verkaufspersonal nachzufragen oder es im Zweifelsfall nicht zu kaufen", rät Beck abschließend.

Rückfragehinweis:

~
   Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Andrea Morawetz

"Es gibt also viele gute Gründe für Regionalität und Saisonalität von Lebensmitteln. Durch die Klima-Debatte ist ein wichtiger Grund dazugekommen: Der CO2-Rucksack von Lebensmitteln ist ein Problembereich, weil er massiv zum Klimawandel beiträgt. Aber bei Lebensmitteln kann jede einzelne Konsumentin und jeder einzelne Konsument durch bewusstes Einkaufen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dabei geht es nicht um einen absoluten Verzicht auf importierte Lebensmittel, sondern darum, Bewusstsein zu schaffen für mehr Regionalität und mehr Saisonalität von Lebensmitteln. Damit einher geht auch ein verbesserter Klimaschutz, denn der Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten trägt wesentlich zur Verringerung von CO2-Emissionen bei.

Die AMA Marketing hat vom Sustainable Europe Research Institute (SERI) die CO2-Belastung von Lebensmitteln berechnen lassen. Ein Beispiel ist der Transport von Erdbeeren von Spanien bzw. aus dem Burgenland nach Wien. Berechnet wurde die Transportbelastung von Erdbeeren aus der spanischen Provinz Huelva, der wichtigsten Erdbeer-Anbauregion Europas (rund 50 Prozent der gesamten europäischen und 95 Prozent der spanischen Erdbeerproduktion). Der Transportverlauf der spanischen Erdbeeren: Nach dem Nahtransport in die Stadt Huelva erfolgt der ca. 2.920 Kilometer lange Transportweg der spanischen Erdbeeren nach Wien. Das Obst muss während des Transports auf plus 8 bis plus 10 Grad Celsius gekühlt werden. Als Vergleichsprodukt wurden Erdbeeren eines burgenländischen Produzenten gewählt: Der Anbau erfolgt vor den Toren Wiens, daher werden die Früchte nur ca. 70 Kilometer gekühlt transportiert. Allerdings sind die österreichischen Erdbeeren saison- und witterungsbedingt nur in aden Monaten April bis Juni erhältlich.

Die Studienautoren des SERI kommen zu folgendem Ergebnis: Aus Spanien importierte Erdbeeren haben eine mehr als 40 mal längere Wegstrecke als Erdbeeren aus dem Burgenland (2.940 km versus 70 km). Daher haben die spanischen Erdbeeren eine 38 mal höhere CO2-Belastung im Vergleich zu Erdbeeren aus dem Burgenland. Bezieht man die Emissionen auf eine Kiste von 250 Gramm Erdbeeren, dann liegen diese für spanische Erdbeeren bei 66,1 Gramm, bei burgenländischen Erdbeeren bei 1,7 Gramm.

Der durchschnittliche Pro-Kopf Jahresverbrauch an Erdbeeren beträgt in Österreich 4,1 Kilogramm. Würde der Jahresverbrauch ausschließlich durch spanische Erdbeeren gedeckt werden, würde der Transport der Früchte per LKW rund 1,1 kg an CO2 Emissionen verursachen, die burgenländischen Erdbeeren hingegen nur 28 g.“

Aus einer Presseaussendung des Lebensministerium vom Mi, 16.Mai 2007

Unsere Meinung dazu: Das Ministerium hat Recht. Konsumenten sollten beim Einkauf auf Regionalität und Saisionalität der Waren achten. Aber: Die Kennzeichnung ist oft so schlecht dass sie gar keine Chance dazu haben! Warum schafft das Ministerium keine verpflichtende, einheitliche und leicht durchschaubare Kennzeichnung auf der der Konsument ersehen kann, wo das Produkt wirklich hergestellt/weiterverarbeitet/verpackt/ wurde, wie viele km es bereits zurückgelegt hat?

Wenn Minister Pröll die regionalen Produkte und die Bauern, die sie herstellen, so am Herzen liegen, wieso tut er dann nichts gegen (neue) Autobahnen? Sie machen derlei CO2 intensives Spazieren führen erst so richtig attraktiv, schnell und billig für die Frächterlobby, denn der Lkw-Verkehr in Österreich kommt derzeit nur für 56 Prozent der verursachten Infrastrukturkosten auf. Den Rest von 1,5 Milliarden Euro, bezahlt die Allgemeinheit. Die Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden natürlich auch.

„Was der Lkw-Verkehr kostet

Die VCÖ-Studie zeigt, dass der Lkw-Verkehr in Österreich im Vorjahr für den Bau und den Erhalt des Straßennetzes anteilige Kosten von 3.292 Millionen Euro verursacht hat. Über verkehrsspezifische Abgaben und Steuern, wie etwa motorbezogene Versicherungssteuer, Mineralölsteuer und Lkw-Mauten bezahlte der Lkw-Verkehr lediglich 1.778 Millionen Euro. „Für den Fehlbetrag von 1.514 Millionen Euro muss die Allgemeinheit aufkommen“, macht VCÖ-Experte Rauh aufmerksam.

Zusätzlich hohe Folgekosten

Ein weiteres Ergebnis der VCÖ-Studie: Werden auch die externen Kosten des Lkw-Verkehrs, wie Gesundheits- und Umweltschäden durch Abgase und Lärm, sowie die Folgekosten der Verkehrsunfälle dazugerechnet, dann erhöhen sich die Kosten des Lkw-Verkehrs in Österreich um 2.350 Millionen Euro. „Damit kostet der Lkw-Verkehr statistisch gesehen jeder Person über 14 Jahre 560 Euro pro Jahr. Es ist unbestritten, dass Lkw für die Versorgung der Menschen und für die Wirtschaft unverzichtbar sind. Dennoch sind diese direkten und indirekten Subventionen für Frächter weder im Interesse der Bevölkerung, noch im Interesse der Volkswirtschaft“, betont VCÖ Experte Rauh.

Eine Folge dieser Subvention: Der Lkw-Transport in Österreich hat sich seit dem Jahr 1990 verdoppelt. Das zeigt eine VCÖ-Studie vom Juni 2006. Der VCÖ sieht zudem die zukünftige Finanzierung von Österreichs Infrastruktur gefährdet. Deshalb fordert der VCÖ die rasche Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen. Eine Lkw-Maut auf allen Straßen gibt es in der Schweiz seit dem Jahr 2001 und wird mit der neuen Wegekostenrichtlinie nun auch in der EU erlaubt.“

siehe http://marktcheck.greenpeace.at/3461.html

Die Greenpeace Konsumentenseite www.marktchech.at hat Produkte auch nach ihren Transportkilometern bewertet: http://marktcheck.greenpeace.at/1542.html Sie bietet auch verschiedene Saisonkalender zum download: http://marktcheck.greenpeace.at/1031.html

Am aller unerträglichsten ist wenn lebende Tiere quer durch Europa zum Schlachthof gekarrt werden „Etwa 17,5 Millionen Rinder, Schafe und Schweine werden jährlich auf langen Strecken durch die EU transportiert.“ „Von allen europäischen Tiertransporten gehen 73% auf das Konto des Fernverkehrs. 33% der Tiertransporte weisen tierschutzrelevante Mängel im Vergleich zu den sowieso sehr laxen Gesetzen auf, wie Überladung, nicht funktionierende Getränkenippel oder zu lange Transportzeiten ohne Rast.“ Siehe: http://www.vgt.at/projekte/tiertransporte/fakten.php Auch für Treibjagdten werden Tiere aus anderen Ländern nach Österreich geholt - siehe:http://www.vgt.at/presse/news/2008/news20081120.php.

Die Salzburger Nachrichten haben erst kürzlich einen Fall aufgedeckt wo Rinder aus Weissrußland nach Österreich zur Schlachtung transportiert wurden. Wir essen mit dem Fleisch die Stress- und Schmerzhormone die diese armen Kreaturen auf ihrer endlosen Fahrt in den Tod produziert haben. Wozu das Ganze? Um in ein Land, dass ohnehin schon zuviel Rindfleisch produziert, noch mehr zu karren. Was wiederum Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zerstört.

Wir fordern vom sog. Lebensministerium:
- Schlachttiere nur bis zum nächstgelegenen Schlachthof.
- Keine Subvention von Lebendtierexporten

Jutta Matysek Initiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ 19.5 2007



„8hours“ - Internationale Petition gegen Tiertransporte:

Tiertransporte - dieses Wort ist für viele Menschen zum Inbegriff von Tierleid schlechthin geworden. Und das zurecht, Millionen von Nutztieren werden täglich oft über Tausende Kilometer, des Profites wegen, auf engstem Raum zusammengepfercht, quer durch Europa gekarrt. Alleine das Beladen in die Transportfahrzeuge bedeutet für viele Tiere einen enormen Stress. Tiere die bis dahin zur Bewegungslosigkeit verdammt waren, müssen nun steile Rampen emporklettern. Verletzte, völlig verängstigte und auch tote Tiere, die diesen Strapazen nicht gewachsen sind, sind hier die Norm.
Deshalb wurde von ECFA (European Coalition for Farm Animals) und einzelnen Europa-Abgeordneten die Kampagne „8 hours – stop long animal transport!“ ins Leben gerufen.
Mehr auf der Website: http://www.8hours.eu/

 



 Unterschreiben Sie hier
 zur Rettung der Lobau!
 
 Unterschriftenliste
 ansehen
 
 Download
 Unterschriftenliste
 

 
 Online Protestaktionen

 

 
      Impressum:
Medieninhaberin: Initiative "Rettet-die-Lobau", Jutta Matysek, Polletstraße 46, 1220 Wien
Ansprechperson: Jutta Matysek, Tel.: +436769539779, natur-statt-beton@lobau.org
Ansprechperson: Stefan Wirius, Tel.: +436643544911, natur-statt-beton@chello.at
Spendenkonto: PSK 92.168.510, BLZ 60 000