Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

Grundwasserstau durch Autobahnbau? 
 
Ein Bericht und Bilder der gleichnamigen Veranstaltung am 19.11.08 unter http://www.s1-bim.at/_pressemitt.htm

Wir rechnen mit massiven Verschlechterungen im Grundwasserhaushalt sollte es zum Bau der geplanten Autobahnen A23 Verlängerung oder/und S1 kommen. D.h. auf der einen Seite der Trasse kann das Grundwasser aufstauen und die Keller nass werden lassen die jetzt noch trocken sind. Auf der anderen Seite der Trasse drohen bestehende Grundwasserbrunnen abzusinken oder ganz zu versiegen.

Was für Auswirkungen die verschiedenen Bauchemikalien auf die Wasserqualität haben werden lässt sich im Moment nicht absehen da sich die Asfinag über die Details von Bau und Betrieb ausschweigt. Wir befürchten eine massive Verschlechterung besonders bei den Brunnen in der Nähe der Lobau wo zurzeit allerbeste Trinkwasserqualität entnommen werden kann.
 
Wichtig!
 
Wir empfehlen Allen die entlang der geplanten Trassen wohnen am Besten jetzt, bevor irgendwelche baulichen Eingriffe durch die Asfinag erfolgen, ein Beweissicherungsverfahren über den Zustand ihrer Brunnen und Keller machen zu lassen.
Mit den notwendigen Experten (und idealer weise einem Laborbefund zur Wasserqualität) ist so etwas leider nicht gerade billig.
 
Allen AnrainerInnen der geplanten Autobahnen, die sich das nicht leisten können empfehlen wir nach Rücksprache mit Rechtsanwalt Dr.Leeb, rechtzeitig vor Baubeginn, gemeinsam mit Nachbarn und/oder Bekannten ein schriftliches Protokoll anzufertigen, in dem diese schriftlich mit Datum und Unterschrift bezeugen, dass Ihre Brunnen vor Baubeginn funktionsfähig und Ihre Keller trocken sind.
 
Um zu verhindern, dass seitens der Bauträger bzw. der Gemeinde Wien und dem Bund später behauptet werden kann, diese Protokolle seien erst nachträglich verfasst worden, schlagen wir vor, diese bei einem Rechtsanwalt ihres Vertrauens zu hinterlegen. Dr. Leeb erklärt sich dazu bereit Ihre Schriftstücke kostenlos und ohne jede Verpflichtung für Sie treuhändisch zu verwahren, damit sie im Fall des Falles darauf zurückgreifen können.
 
Sollten sie Hilfe zur Aufsetzung eines solchen Schriftstückes benötigen, steht Hr. Höllisch Tel: +43 676 6969 001 Mail: hoellisch@kpoe.at dabei ebenso gerne zur Verfügung. Bitte nicht vergessen, Ihr verfasstes und von den Zeugen unterschriebenes Protokoll eingeschrieben, an das Büro von Dr. Leeb, zu senden.
 
Weiterführende Informationen finden sie im folgenden Interview:
 

Die Initiative „Rettet-die-Lobau“
 

Interview für den "Kaktus" mit der Obfrau Jutta Matysek vom März 2008:


Kommt die Autobahn her, ist das Wasser hin?

Fragen,  die sich AnrainerInnen der S1, aber auch der geplanten A23-neu, stellen!

Diese Frage stellen sich betroffene AnrainerInnen der Lobauautobahn aus Großenzersdorf. Die gleiche Frage bewegt aber auch viele SiedlerInnen der Genossenschaft Kriegerheimstätten, AnrainerInnen der entlang des Marchegger Astes der Ostbahn geplanten Verlängerung der A23 (früher B3d genannt).

Um  sich auch in dieser Frage auf aktuellen Stand zu halten, nahm Johann Höllisch für den Kaktus an einer Veranstaltung der „Bürgerininitiative Marchfeld - Groß Enzersdorf - N E I N zur Lobau-Autobahn!“ teil. Am 14.03 war dort Dr. Josef Lueger, Ingenieurgeologe & Sachverständiger: Autobahnbau und  Grundwasser zu Gast und stand für Anfragen und Diskussion zur Verfügung. Bei der Veranstaltung ebenfalls anwesend war Jutta Matysek, Sprecherin der überparteilichen Bürgerinitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“. Mit ihr führte Johann Höllisch, für den Kaktus,  folgendes Interview:

Kaktus: Liebe Jutta! Wie würdest Du das Ergebnis der Diskussion in Großenzersdorf  für unsere KaktusleserInnen und jene die von den Auswirkungen auf das Grundwasser durch die geplante Lobauautobahn S1 direkt betroffen sind, aber auch jene die als Anrainer der ebenso geplanten verlängerten A23 als Verbindungsstück zwischen der Süd-Osttangente und dieser neuen S1 die ebenfalls Beeinträchtigungen für ihre Brunnen in den Gärten ihrer Genossenschaftssiedlungen fürchten, zusammenfassen?

Jutta: Wo die Tunnel abtauchen würden, müssten Spundwände bis zu einer Tiefe von 60 Metern in die Erde gerammt werden. Die würden auch nach dem Bau dort verbleiben und das Grundwasser in einem Umkreis von mehr als 1 Kilometer trichterförmig absenken. Auf über 500 Meter Länge wäre der Grundwasserstrom auf Dauer unterbrochen. Auf der Westseite würde sich ein Anstau bilden auf der Ostseite ein Abfluß. Dh.:Auf der einen Seite fallen die Brunnen trocken auf der anderen werden die Keller feucht. Die Asfinag will dem Grundwasser durch Rohre sozusagen einen Weg geben. Wir sagen: Wie viele Rohre und in mit welchem Durchmesser könnten  jemals das freie Fließen des Grundwassers ersetzen? Und wie sollen die in mehr als 60 Meter Tiefe ständig gewartet werden damit sie nicht durch vom Wasser mittransportiertes Material verstopfen?  Das kann nur völlig unzureichend sein.   

In der Lobau selbst geht es um nicht mehr oder weniger als die Trinkwasserversorgung von Wien in Notzeiten. (Z.B.: Wien wurde nach dem Supergau in Tschernobyl mit Lobau Grundwasser versorgt weil Hochquellwasser nicht sicher war.)  Dieses kostbare Wasser könnte wie das in Norwegen und Schweden passiert durch Stützflüssigkeiten vergiftet werden, die Zementsuspensionen würden den PH Wert des Grundwassers im Nationalpark verändern. Der Lebensraum Grundwasser ist nach der Grundwasserrichtlinie der EU (die Österreich umsetzen muss) ein Schutzgut. Nur 1 -5 % der im Grundwasser lebenden Lebewesen sind überhaupt bekannt (in der Lobau weiß man gar nichts über diese Lebewesen und ihre Zusammenhänge. Wahrscheinlich auch deshalb weil eine Grundwasserprobe ohne Verunreinigungen von der Oberfläche zwischen 500 und 1000 Euro kostet) Diese unbekannte Welt aus der unser hochwertigstes Trinkwasser kommt droht zerstört zu werden bevor sie überhaupt erforscht wurde.    

Auch entlang der verlängerten A 23 müsste überall wo die Straße in Tieflage verläuft Grundwasser mittels Spundwänden abgesenkt werden und drohen Brunnen trocken zu fallen.

Kaktus: Für den Fall, dass dies alles zutrifft: Welche Möglichkeiten stehen offen als Besitzer eines Brunnens im Falle, dass dieser in Folge des Autobahnbaus versiegen sollte, vom Autobahnbetreiber Schadenersatz zu fordern?

Jutta: Man muss er Asfinag beweisen können dass der Bau die ursprüngliche Situation verändert hat. Wichtig für eine Schadenersatzklage ist unbedingt jetzt Daten über die Brunnen/das Wasser/die Trockenheit eines Keller usw. zu sammeln zur Beweißsicherung. Ein solches Verfahren kann sich allerdings über Jahre hinziehen.       

Kaktus: Im letzten Jahr hat der Kaktus zum Thema Verlängerung der A23 in einer Sondernummer über eine im März des Vorjahres stattgefundene Ausstellung der Asfinag im Haus der Begegnung Donaustadt berichtet. Die damals ausgestellten Pläne aus denen entnommen werden konnte, das es in der Zwischenzeit an Stelle einer ursprünglichen Tunnelvariante zu einer in Tieflage geführten offenen Streckenführung der Autobahn südlich der Ostbahn kommen soll haben bei betroffenen AnrainerInnen viele Fragen und besorgte Reaktionen ausgelöst. Seither ist es, wie leider so oft im Leben aber wieder recht still dazu geworden. Was würdest Du aus Sicht Deiner überparteilichen Bürgerinitiative allen Betroffenen konkret vorschlagen?

Jutta: Ich habe den Eindruck Viele die an der geplanten A23 Verlängerung leben sind sich noch nicht wirklich bewusst dass hier eine neue Ost – West Transitschneise droht. Die geplante S1 mit  Lobauquerung soll eine Nord-Süd Transitschneise werden. Wer nicht jetzt aktiv für eine andere Verkehrsplanung wird, wird sich in nur wenigen Jahren im Fadenkreuz des internationalen Schwerverkehrs wieder finden.

Prinzipiell: Abgase werden in einem Tunnel nicht weniger. Sie gelangen am Tunnelportal an die Oberfläche und verteilen sich mit den Luftbewegungen. Die Anrainer  kriegen immer am meisten ab. Wien und weite Teile Niederösterreichs sind jetzt schon Feinstaub-, Ozon- und Stickoxidsanierungsgebiet ist. Dh. die Schadstoffsituation ist jetzt schon gesundheitsschädlich.  Österreichs führende Klimaexpertin Helga Krom-Kolb rät aufgrund des rasant fortschreitenden Klimawandels keinen Meter Autobahn mehr zu bauen sondern im Gegenteil bestehende Autobahnen rückzubauen!  

Weiters: Die Asfinag hat mehrfach angekündigt bei Lärmschutzmaßnahmen und Naturschutzausgleichsmaßnahmen sparen zu wollen. Das ist das Ergebnis: Schutz für  Betroffene wird es in Zukunft immer weniger geben wenn Autobahnen gebaut werden.

Deshalb: Lasst es gar nicht erst dazu kommen dass Autobahnen gebaut werden! Informiert Euch (z.B.: auf www.lobau.org) Glaubt keiner Asfinag die umso mehr Geld verdient je mehr Verkehr rollt. Schließt Euch zusammen, schreibt Briefe, beschwert Euch bei den zuständigen Politikern, bei den Medien, informiert andere, kommt zu Bürgerinitiativentreffen, macht Aktionen!  Je mehr Leute aktiv werden desto größer unsere Chancen!

Kaktus: Danke für das Gespräch! Wir sehen uns also am Montag 28. April um 19 Uhr zu der von Euch geplanten überparteilichen Informationsveranstaltung, hoffentlich auch mit möglichst vielen der besorgten und von dieser geplanten neuen Autobahn betroffener AnrainerInnen. Bis dahin auf Wiedersehen.


(Das folgende Interview finden Sie in www.oekonews.at vom 15.10.2004)


Die Initiative "Rettet die Lobau" ist "Heldin des Monats". Als Vertreter haben wir Dr. Hertenberger zum Interview geladen. Erschütternde Fakten zur Wiener Politik sind garantiert.
Was die Initiative besonders auszeichnet ist die gute Zusammenarbeit mit anderen (Lobau-)Initiativen, von denen es ja bekanntlich etliche gibt.

oekonews: Ihr seid eine Gruppe, die sich für den Schutz der Lobau vor Autobahnen einsetzt. Seit wann gibt es Euch?

Hertenberger: Die Initiative wurde im Frühjahr 2003 gegründet. Ich verfolge die Projektplanungen jedoch schon seit Jahren

oekonews: Was für Leute seid Ihr?

Hertenberger: Wir sind eine sehr vielfältige Gruppe – wir haben einen Unternehmensberater, einen Biologen, eine Reitlehrerin, einen Verkehrsexperten, und auch Leute vom IT-Bereich und aus einem Ministerium sind involviert. Uns ist der Erhalt der Lebensqualität in dieser Stadt ein Anliegen, insbesondere der Schutz der Lobau vor der Autobahn.

oekonews: Warum ist die Lobau so schützenswert?

Hertenberger: Die Lobau ist eine Landschaft voller Wunder. Eine Wildnis aus Wald und Wasser, ein Erlebnisraum, wo wir und unsere Kinder noch erleben können, wie großartig früher die Wälder am Donaustrom waren. Hier hat sich ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten. Der Wasserschlauch, eine Pflanze, die kleine Krebschen frisst, die seltene blaue Sibirische Schwertlilie, die beim Biberhaufen eine ganze Wiese bedeckt, See- und Teichrosen in der Panozzalacke. Orchideen, seltene Vögel. Einfach wundervoll. Für die Wienerinnen und Wiener ist es eine Möglichkeit, das Staunen vor der Natur zu erleben. Kinder können erfahren, dass die Faszination der realen Welt vielleicht doch größer ist als jene der Kunstwelten im Computerbildschirm oder Gameboy.

oekonews: Und wo liegt nun das Problem mit der Autobahn?

Hertenberger: Die Stadt Wien verbreitet hier unwahre Angaben, indem sie Zitate aus Studien auswählt und sie dabei aus dem Zusammenhang reisst. Studien, die die Autobahn ablehnen, werden verschwiegen, und die Bevölkerung wird gezielt falsch informiert.

oekonews: Das ist eine gravierende Anschuldigung

Hertenberger: Man muss den Kontext sehen: Hier ist ein riesiges Autobahnnetzwerk geplant, wie es in Österreich seit 1945 nie gebaut wurde: Eine Autobahn von Tschechien durchs Weinviertel (A5), eine Autobahn hinter dem Bisamberg nach Korneuburg (S2), eine Autobahn über Süssenbrunn in den Osten Wiens (S2), die Autobahn-Querung des Nationalparks Donauauen und der Donau nach Schwechat (S1; „Lobauautobahn1“), die Südumfahrung von dort nach Vösendorf (S1, in Bau), eine Zweigautobahn vom Flugfeld Aspern nach Westen (A23-neu) mit einem Autobahnknoten beim Flugfeld, eine Autobahn zwischen Nationalpark Donauauen und dem Erholungsstrand Neue Donau (A22-neu, „Lobauautobahn2“), weswegen alle Strandlokale weggerissen werden und jahrelang für zehntausende Wiener kein Baden mehr möglich ist, eine Schnellstrasse durchs Marchfeld nach Bratislava (B8-neu), die Spange Kittsee nach Bratislava (Autobahn A6), eine Stelzenautobahn durch die Donauauen bei Traismauer mit Autobahnbrücke (S33-neu), eine Schnellstrasse durch die Au bei Klosterneuburg – man wird ganz schwindlig bei diesem Spinnennetz von Lärm und Abgasen, in das Unsummen unserer Steuergelder hineinverschwinden werden.

oekonews: Seid ihr gegen alle Strassen?

Hertenberger: Strassen und Autos werden immer eine wichtige Funktion haben. Lokale Umfahrungen sind o.k. Aber fast alle seriösen, unabhängigen Studien warnen, dass der Bau dieser vielen Autobahnen den KFZ-Gesamtverkehr massiv anheizen wird. Mit diesen Autobahn wird er sich fast verdoppeln. Dies sagen z.B. die Sammer-SHELL-Studie der Boku, die sogenannte Görg-Studie, teilweise auch die SUPERNOW-Studie. Die Stadt Wien behauptet, dass die SUPERNOW-Studie eine Autobahn durch den Nationalpark befürwortet. Dies ist eine Unwahrheit. Die MA18 hat auch ihrer Kurzfassung dieser Studie die Expertenaussagen der originalen unabhängigen Studie sehr verändert dargestellt. Die Empfehlung, massiv die Öffis auszubauen, ist in der Kurzfassung fast nicht mehr erkennbar. Die Entscheidungsträger bekommen dann nur noch die „bearbeitete“ Kurzfassung in die Hand. (Fast hätte ich das Wort „manipuliert“ verwendet).

oekonews: Ist die Tunnelführung, wie von der Stadt Wien gefordert, besser als die große Autobahnbrücke, die die ÖSAG empfiehlt?

Hertenberger: Die ÖSAG propagiert eine große Autobahnbrücke beim Nationalpark über die Donau und meint, die derzeitige Ankunft mit dem Schiff in Wien durch die Donauauen sei langweilig, man könne dann endlich ein großes schönes betoniertes „Eingangstor“ für Wien haben, das modern und zeitgemäß ist. So etwas kann nur jemand behaupten, der Asphalt im Schädel hat.
Die Tunnelvariante kostet unglaublich viel. Dieses Geld wird uns dann für den Ausbau der Öffis fehlen, die dringend verbessert gehören. Die ÖBB legt schon wieder Pendlerstrecken still, im Triestigtal und in der Wachau wird der Verkehr ab Dezember massiv verschlechtert, im Weinviertel wieder eine Strecke eingestellt, und gleichzeitig plant man neue Autobahnen. Wir müssen endlich erkennen, dass gute Öffis unsere Lebensqualität verbessern, weil wir sonst in Lärm und Abgasen von Pendlerkolonnen, Transitlawinen und Staus ersticken. Ich habe im Rahmen meiner wissenschaftlichen Arbeit dieser Tage mit einem Experten der IIASA konferiert. Die Gefahr durch krebserregenden Feinstaub wird noch immer unterschätzt.

oekonews: Steht ihr den Grünen nahe?

Hertenberger: Wir sind prinzipiell überparteilich. Wir diskutieren gelegentlich mit diversen ressortzuständigen Leuten aus verschiedenen Parteien. Dass wir mit Politikern der Grünen inhaltlich eine weit größere Übereinstimmung haben als beispielsweise mit einem roten Beamten der Stadtbaudirektion im Rathaus, oder einem kleinen blauen Bezirksfunktionär in der Donaustadt, ist klar. Die Wiener Grünen engagieren sich ja ebenfalls seit Jahren gegen diese Autobahn, während SPÖ, ÖVP und FPÖ jeweils betonen, dass sie jene Partei sind, die für die Wiener endlich diese „großartige“ Autobahn durchgesetzt hat. Der Vorsitzende des Rathaus-Umweltausschusses, Hufnagl, sagte mir telefonisch vor ein paar Monaten, am besten solle man entlang vom Nationalpark bei der Raffineriestrasse eine offene Autobahn bauen, das gehe am schnellsten und sei billig.

oekonews: Was ist Euer Ziel für die nächste Zeit?

Hertenberger: Die Menschen umfangreich und objektiv über diese gigantischen Strassenbauprojekte zu informieren. Und auch Lösungswege für die Verkehrsprobleme aufzuzeigen, in Zusammenarbeit mit anderen Experten, anderen Initiativen, usw. Und wir wollen unsere Zusammenarbeit mit Journalisten verstärken. Leider hat die Stadt Wien eine viel größere Medienmaschine hinter sich, mit professioneller „Pro-Autobahn-Werbung“. Aber es sind bereits tausende Menschen, die von uns regelmäßig informiert werden. Und wir werden immer mehr.

oekonews: Werden wir ohne Lobau-Autobahn im Stau auf der Südost-Tangente ersticken?

Hertenberger: Auf der A23 wird es immer Stau geben, mit und ohne Lobauautobahn. Wenn Zwentendorf nicht in Betrieb geht, gehen in Wien die Lichter aus, hat es geheißen. Naja, die Lichter brennen noch. Und wenn das Kraftwerk Hainburg nicht gebaut wird, geht der Rechtsstaat vor die Hunde, hat es geheißen. Heute sonnen sich die Politiker im Glanz des Nationalparks, weil sie „eh immer schon für den Nationalpark waren“. Und auch die Stelzenschnellstrasse über den Neusiedler See hat man vor 30 Jahren nicht gebaut, weil sich die Bevölkerung gewehrt hat. Ich glaube, wir sind es unseren Kindern schuldig, jedenfalls zu versuchen, die Lobauautobahn zu verhindern. Ob es gelingt, weiß ich nicht. Aber es ist gut, sich für ein großes Ziel zu engagieren. Auch ohne Erfolgsgarantie.


Quelle: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1005799



 Unterschreiben Sie hier
 zur Rettung der Lobau!
 
 Unterschriftenliste
 ansehen
 
 Download
 Unterschriftenliste
 

 
 Online Protestaktionen

 

 
      Impressum:
Medieninhaberin: Initiative "Rettet-die-Lobau", Jutta Matysek, Polletstraße 46, 1220 Wien
Ansprechperson: Jutta Matysek, Tel.: +436769539779, natur-statt-beton@lobau.org
Ansprechperson: Stefan Wirius, Tel.: +436643544911, natur-statt-beton@chello.at
Spendenkonto: PSK 92.168.510, BLZ 60 000