Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

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Die Radio Orange Sendung vom 8 März 2017 liefert einen Grund mehr gegen eine Autobahn durch die Lobau zu sein:


Unter diesem Ölhafen sind ja auch zwei parallele Tunnel für die drohende Autobahn S1 zwischen Schwechat und Süßenbrunn geplant. Ob der aktuelle Unfall (160 000 Liter Diesel waren aus einem lecken Rohr ins Erdreich und in weiterer Folge in das Hafenbecken geflossen und erst nach Tagen bemerkt worden) irgendwelche Auswirkungen auf Bau oder Betrieb dieser Autobahn haben würde, war eine der vielen Frage die weder MA 31 noch MA 45 beantworten wollten.

Die zwei geplanten Tunnelröhren mit je 15 Meter Durchmesser würden jedenfalls die bestehende Dichtwand um die Altlast des Ölhafens durchstoßen.


Bleibt die Dichtwand dann auch dicht? Dringt dann mit Erdöl kontaminiertes Wasser in den Nationalpark oder in das Katastrophentrinkwasserreservoir der Stadt Wien?

Zu bedenken ist auch, dass es geologische Bruchlinien in der Lobau gibt d.h. Erdbebengefahr.

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Aus der Stellungnahme der MA 31: "Am 26. Jänner 2017 wurde die Berufsfeuerwehr der Stadt Wien und die Gewässeraufsicht der MA 45 – Wiener Gewässer durch den Wiener Hafen alarmiert. Grund: Öltreiben im Hafenbecken dessen Herkunft jedoch nicht eruiert werden konnte. Alle Beteiligten ergriffen sofort die ersten routinemäßigen Gegenmaßnahmen, wie die Inbetriebnahme einer Druckluft-Ölsperre und die Verlegung weiterer Ölsperren, damit das auf der zum Teil vereisten Wasseroberfläche schwimmende Öl nicht in die Donau gelangen konnte.

Danach wurden erste Erkundungsmaßnahmen gesetzt. Vermutungen deuteten auf eine lecke Produktleitung im Boden hin, was durch Freilegung der Leitung bestätigt werden konnte. Ein zirka 15 cm langer Riss in der Leitung ließ eine nicht unbeträchtliche Menge an Öl in den Untergrund eindringen. Die Menge an dem Produkt war bereits so groß, dass dieses wieder aus der Böschung in das Hafenbecken gelangte."

 

Sehenswerte Kurzvideo Animation der Geologie der Lobau:

Zu sehen ist auch, dass der geplante Tunnel die Dichtwand der Altlast des Ölhafens durchstößt und dass es geologische Bruchlinien (es ist ein geologisch aktives Gebiet dh. Erdbebengefahr) in der Lobau gibt (gegen Ende des Videos)
Allerdings ist in dieser Animation nur eine Tunnelröhre eingezeichnet obwohl zwei geplant sind.

 

2016: Herbstnewsletter der BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton

1)Nein zum Ausbau des Flughafens Schwechat! Das war das 1.Österreichischen Klimacamp 29. Sept. bis 2. Okt. und die Fahrraddemo zum Flughafen!

Nicht nur weil ein Ausbau des Flughafen Schwechat immer wieder als Begründung für einen Bau einer Autobahn durch die Lobau genannt wird: Nein zu einer 3.Piste! Der Lärm ist jetzt schon unerträglich und würde bei mehr Flugbewegungen nur noch mehr werden. 

Die drohende 3. Piste soll laut Ausbauplänen der weiteren Steigerung des Flugverkehrs dienen, Schwechat soll zum Drehkreuz werden. Das vom Flughafen prognostizierte Flugaufkommen würde von derzeit (2013) 240.000 Flugbewegungen auf 460.000 im Jahr 2030 ansteigen, also ca. jede Minute ein Start und eine Landung. Info und Onlinepetition unter: http://systemchange-not-climatechange.at/positionspapier-stopp-3-piste/

Hier eine Radiosendung dazu von vor dem Aktiontag: https://cba.fro.at/324386 und hier ein 5min Kurzbeitrag dazu und hier eine Sendung mit einem Bericht und den Redebeiträgen vom Aktionstag selbst

Hier ein halbstündiger Beitrag von Okto TV.

 Sehr lesenswert im Zusammenhang mit der 3.Piste ich auch dieser Profil Artikel.

2)Genug Unterschriften zusammen bekommen: Großes Danke an Alle die mitgesammelt haben!

Wiedereinmal waren wir gezwungen mit einer neuen Liste Unterschriften zu sammeln um in einem Umweltverträglichkeitsverfahren als BürgerInitiative überhaupt mitreden zu können. Diesmal ging es um die Spange Seestadt Aspern. Jenes Teilstück, das die geplante Stadtstraße (eine irreführende Bezeichnung denn diese Straße hat die Dimensionen einer Autobahn) mit der geplanten Marchfeldschnellstrasse verbinden soll. Diese würde (/parallel zur bestehenden Spange Kittsee) nach Bratislava führen. Danke Allen die mitgeholfen haben, dass wir uns als Bürgerinitiative im Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren gegen diesen Teil einer drohenden neuen Ost-West Transitschneise konstituieren können! Mit diesen vielen Listen, die wir mit Euer Hilfe zusammenbekommen haben sollte sich die Parteistellung im UVP Verfahren ausgehen. Ob das Ministerium das auch so sieht, erfahren wir leider erst in ein paar Monaten. Wir halten Sie am laufenden! 

Danke auch Allen die eine persönliche Einwendung verfasst haben! Das ermöglicht Ihnen jetzt im Verfahren subjektive Rechte geltend zu machen.

3)Gegen TTIP und CETA!

Äpfel aus den USA nach Österreich, österreichische Äpfel in die USA – Die drohenden Freihandelsabkommen würden mehr Güterverkehr bringen. Mehr Austausch von identischen Gütern und sinkende Sozial- und Umweltstandards. Mehr Abgase, mehr Lärm, wer weiß ob dann nicht auch LKW Nachtfahrverbote oder Geschwindigkeitsbeschränkungen mittels Schiedsgerichten „wegklagbar“ wären??? Deshalb ruft Rettet die Lobau - Natur statt Beton auf sich gegen die geplanten Abkommen zu wehren: ttip.greenpeace.at/

 

4)Das war unser Kulturhistorischer Spaziergang durch die Lobau 18. Sept. 14 – 17 Uhr!

Geschichte und G'schicht'ln“: Trotz unbeständigem Wetter sind 50 Personen gekommen um begeistert mit zu gehen: Der Lokalhistoriker und Lobauliebhaber Robert Eichert hat uns bei einem kulturhistorischen Streifzug durch die Lobau von Wilderern, Lobau-Indianern, illegalen Siedlern, dem „Zauberer von der Dechantlacke“ und noch viel mehr erzählt. Der Auendschungel diente Verfolgten, Unerwünschten und Aussteigern immer wieder als Rückzugsgebiet. Natürlich bot auch so manch „wunderliebes Platzerl drunt' in der Lobau“ genügend Raum für Lust und Laster.

 Ausgehend vom Restaurant Roter Hiasl spazierten wir vorbei am Nationalparkhaus über Biberhaufen, Dechantlacke und Fasangarten zur Panozzalacke. Hier, beim Hauptquartier des blutigen Napoleonkrieges von 1809, war in den 1970er-Jahren ein Autobahnknoten geplant. Der Pionier der LobauschützerInnen, Lobaumuseumsgründer Anton Klein, kämpfte auch gegen diesen geplanten Anschlag auf die Natur. Wussten Sie, dass es bereits vor 123 Jahren Vorläuferprojekte einer Lobauautobahn gab? Wir erfuhren auch davon, sowie noch einiges über die Umweltgeschichte der Lobau.

Dann spazierten wir weiter zum ZwangsarbeiterInnen-Mahnmal. Kriegsgefangene und ungarische Juden/Jüdinnen mussten hier im Tanklager sowie in der Landwirtschaft während der Nazi-Diktatur Zwangsarbeit verrichten. Von dort aus gingen wir zum Nationalparkhaus zurück. Hier konnten sich dann alle, die noch mehr über die Natur der Lobau wissen wollen, informieren.

 

Noch mehr stimmungsvolle Fotos von der tollen Lobauführung: http://sedl.at/Fotos/2016/Lobaufuehrung

 

 

Radio Orange Ankündigungsbeitrag dazu: Robert Eichert, der die Führung leitete im Interview (10min)

 

Spenden dringend erbeten: BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton
IBAN: AT 746 000 000 092 168 510, BIC: OPSKATWW. Vielen Dank!

 

 

 

 

 

 



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