Unabhängiger gemeinnütziger Verein gegen den Bau jeglicher neuer Hochleistungsstraßen im Nordosten Österreichs, insbesondere der S1 'Lobauautobahn'
 

S8 Marchfeldschnellstrasse, S1 Lobau-Autobahn, ...

Jetzt falsche Entscheidungen im Verkehrsbereich verhindern!

 

Zu einer geplanten „Lobau-Autobahn“: Derzeit prüft das Bundesverwaltungsgericht in 2.Instanz das Projekt S1 Lobau-Autobahn. Es forderte von der Asfinag zahlreiche Nachreichungen an, etwa mehr Daten für die geologische und hydrogeologische Planung. Die „Behebung der Mängel“ sollte bis 15. April erfolgen. Wie die Umweltorganisation VIRUS mitteilt, hat die Asfinag eine Fristverlängerung bis 16.9.2016 beantragt, die vom Bundesverwaltungsgericht auch gewährt wurde. Weder VIRUS noch die BI Rettet die Lobau gehen davon aus, dass es die Asfinag schaffen wird in diesen 5 Monaten aus dem geplanten Projekt S1 ein umweltverträgliches zu machen.

Von der mündlichen Verhandlung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einer geplante „Marchfeldschnellstrasse S8“Abschnitt West (Knoten Raasdorf bis Gänserndorf)

können wir berichten: Nach 4 Verhandlungstagen, die zahlreiche haarsträubende Projektmängel zu Tage brachten, wurde auf Ende Mai vertagt. Die Asfinag will die giftigen Autobahnabwässer ins Grundwasser versickern. Die Gemüsebauern des angrenzenden Marchfeldes sind auf Bewässerung mit Grundwasser angewiesen. Sie fürchten um ihre Ernten. Die S8 soll als parallele Autobahn zur schon bestehenden Spange Kittsee von Bratislava nach Wien gebaut werden und dann via eine ebenfalls geplante „Lobau-Autobahn“ in eine „Spange Seestadt Aspern“ und eine sogenannte „Stadtstraße“ (die ebenfalls in Autobahndimensionen geplant wird) in die Südosttangente einmünden. Mit der bestehenden A22 dazu wird klar, was hier scheibchenweise umgesetzt werden soll: Eine Ost-West Transitsachneiße.

Diese Tatsache wird allerdings von den zuständigen Politikern gerne unter den Tisch gekehrt. Vollmundig werden hier - ohne jegliche seriöse Grundlage - Verkehrsentlastungen phantasiert und von unmittelbar bevorstehenden Baubeginnen gefaselt. In totaler Unkenntnis des Verfahrenstandes verkündete der Bezirksvorsteher Nevrivy im BZ Interview vom 11.4. sogar, dass die Stadtstrassen UVP schon im März abgeschlossen sei. Dabei hat es zur „Stadtstrasse“ noch nicht einmal eine Verhandlung oder eine öffentliche Auflage gegeben). Der Peinlichkeit nicht genug: Um sich medial zu inszenieren marschierte der SPÖ Bezirksvorsteher gemeinsam mit niederösterreichischen ÖVP Bürgermeistern zu einer Kundgebung auf dem Ballhausplatz auf - vor ihren eigenen Parteikollegen. Zur "länderübergreifenden Kundgebung" kamen allerdings nur 200 Leute (incl. Bürgermeistern). Zum Vergleich: Bei den AutobahngegnerInnen Kundgebungen im 22. Bezirk waren es jedes Mal mehr als doppelt so Viele.

Das sollte den Damen und Herren Politikern doch zu denken geben, vor allem in Wien wo inzwischen mehr BewohnerInnen Öffi Jahreskarten besitzen als Autos. Aber statt etwas für die immer mehr werdenden ÖffinutzerInnen zu tun, reißt die ÖBB jetzt die S 80 Station Lobau nieder. Auch die Schnellbahnstation Hausfeldstrasse will sie gegen Ende 2018 zusperren. Direktes Umsteigen von S-bahn in die Straßenbahnlinie 26 wäre dann nicht mehr möglich. Weder Bund noch die Stadt Wien, noch Bezirksvorsteher Nevrivy, die sich so für Autobahnneubau einsetzen schreiten hier ein.

Jahr für Jahr werden auch in Wien die festgelegten Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide überschritten. „Österreich ist bei der Bekämpfung von Feinstaub und Stickoxiden säumig.“ Das schreibt die EU-Kommission in einem neuen Mahnbrief an die Bundesregierung. Vor allem im Verkehr seien Maßnahmen fällig. Österreich wurde zwar eine Fristverlängerung zugestanden, aber die könne nicht ständig verlängert werden. Die EU-Kommission drängt darauf, dass "so rasch wie möglich" wirksame Maßnahmen ergriffen werden, heißt es in dem Schreiben."Die Kommission ist der Auffassung, dass Österreich in den betroffenen Gebieten immer noch nicht geeignete Maßnahmen ergriffen hat", um tatsächlich bis 2020 die Grenzwerte einhalten zu können. Und das Jahr 2020 ist schon ein Zugeständnis seitens der EU, denn eigentlich gelten die Grenzwerte seit 2010. Österreich hat bis Mai Zeit, auf den Brief zu antworten. Mit den geplanten Autobahnprojekten ist auf jeden Fall keinerlei Verbesserung zu erwarten. Im Gegenteil. Zeit für die Bevölkerung selbst aktiv zu werden.  

"S1 und S8: Planung schlecht, Verkehrsentlastung nur in der Phantasie" VIRUS.

Hier die ganze VIRUS Presseaussendung

Marchfeldschnellstrasse mündliche Verhandlung bringt schauerliche Details zu Tage. Es wurde vertagt auf Mai.

 

Hier ein bischen Medienecho:

NÖN und nochmal NÖN zur peinlichen Proautobahndemo am Ballhausplatz

Bezirksblätter

In totaler Unkenntnis des Verfahrenstandes (Nevrivy glaubte sogar, dass die Stadtstrassen UVP schon im März abgeschlossen sei, dabei hat es noch nicht einmal eine Verhandlung gegeben) und um sich medial zu inszenieren rief die ÖVP und die SPÖ zu einer Kundgebung auf.

Zur "länderübergreifenden Kundgebung" kamen allerdings nur 200 Leute. Zum Vergleich: Bei den Autobahngegner Kundgebungen im 22. Bezirk waren es jedesmal mehr als doppelt so viele. Das sollte den Damen und Herren doch etwas zu denken geben...

ÖVP Aussendung

Plattform Zukunft statt Autobahn Aussendung

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